Der Schock über den Rückzug des Chikungunya-Impfstoffs IXCHIQ vom US-Markt sitzt tief und dominiert weiterhin das Handelsgeschehen. Während das Unternehmen versucht, den strategischen Fokus neu auszurichten, reagieren Anleger nervös auf die wegfallenden Umsatzperspektiven. Die zentrale Frage ist nun, ob die verbleibende Pipeline den Verlust des wichtigsten Absatzmarktes kompensieren kann.
- Verlustserie: Die Aktie verliert auf Wochensicht fast 10 Prozent.
- Auslöser: Rücknahme der Zulassungsanträge in den USA belastet schwer.
- Hoffnungsträger: Alles hängt nun an den kommenden Daten zum Borreliose-Impfstoff.
Die Verunsicherung der Marktteilnehmer spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider. Zum Wochenauftakt gaben die Notierungen erneut nach und schlossen gestern bei 3,92 Euro. Damit summieren sich die Verluste der letzten sieben Tage auf 9,56 Prozent. Technisch wirkt das Papier stark angeschlagen, was auch der RSI von 18,9 unterstreicht – ein Wert, der auf eine extrem überverkaufte Situation hindeutet, ohne dass sich bisher eine stabile Bodenbildung abzeichnet.
Gründe für die Talfahrt
Ursache für den anhaltenden Abgabedruck ist die Entscheidung vom 19. Januar, die Zulassungsanträge (BLA und IND) für IXCHIQ in den USA freiwillig zurückzuziehen. Das Management reagierte damit auf eine Lizenzsuspendierung durch die FDA sowie einen klinischen Stopp, der nach einem schwerwiegenden Vorfall im Ausland verhängt wurde. Zwar ist ein direkter kausaler Zusammenhang mit dem Impfstoff nicht bestätigt, doch die regulatorischen Hürden für den US-Markt erwiesen sich als zu hoch.
Analysten von Stifel spekulieren bereits, dass Valneva das Produkt IXCHIQ aufgrund der nun ungünstigen Wirtschaftlichkeit komplett einstellen könnte, auch wenn Zulassungen für Europa und Kanada noch bestehen.
Experten uneins über Zukunftschancen
Die Bewertung der neuen Lage spaltet die Finanzwelt. Goldman Sachs bleibt skeptisch, sieht das Kursziel bei lediglich 3,25 Euro und bezweifelt, dass Valneva den Wegfall des US-Geschäfts kurzfristig ausgleichen kann.
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Ganz anders sieht es die Investmentbank Stifel: Sie erhöhte ihr Kursziel jüngst auf 10 Euro und rät zum Kauf. Die Optimisten blenden die IXCHIQ-Problematik weitgehend aus und fokussieren sich auf das verbliebene Potenzial in der Pipeline. Diese Diskrepanz zeigt, wie schwierig die aktuelle Gemengelage einzuschätzen ist.
Borreliose-Impfstoff als Rettungsanker
Ohne das US-Geschäft für IXCHIQ verlagert sich das Interesse der Investoren massiv auf den Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15. Hier liegen die Hoffnungen auf den für das erste Halbjahr 2026 erwarteten Ergebnissen der Phase-3-Studie „VALOR“.
Eine erfolgreiche Zulassung gemeinsam mit dem Partner Pfizer ist nun essenziell. Sie könnte dem Unternehmen ab 2027 nicht nur Meilensteinzahlungen von bis zu 408 Millionen Dollar einbringen, sondern auch den Weg in die nachhaltige Profitabilität ebnen. Für Aktionäre spitzt sich die Lage damit auf ein binäres Ereignis zu: Überzeugen die Studiendaten in den kommenden Monaten, erscheint der aktuelle Kursabschlag als Einstiegschance; enttäuscht auch VLA15, dürfte eine Neubewertung des Unternehmens unumgänglich sein.
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