Das französische Biotech-Unternehmen Valneva hat zum Jahreswechsel die Kontrolle über seinen Chikungunya-Impfstoff in Asien zurückerobert. Die Lizenzvereinbarung mit dem Serum Institute of India wurde beendet – das Unternehmen will nun die volle Wertschöpfung in einem der bevölkerungsreichsten Märkte selbst einfahren. Doch die Aktie tritt auf der Stelle. Der Grund: Anleger warten auf die entscheidenden Phase-3-Daten zum Borreliose-Impfstoff.
Die wichtigsten Fakten:
- Xetra-Schlusskurs am 13. Januar bei 4,31 Euro, nahezu unverändert
- Marktkapitalisierung: rund 732 Millionen Euro
- IXCHIQ-Vermarktung in Asien ab Januar 2026 wieder in eigener Hand
- Phase-3-Ergebnisse für Borreliose-Impfstoff VLA15 im ersten Halbjahr erwartet
Asien-Strategie: Schluss mit Lizenzeinnahmen
Seit Anfang Januar liegt Vertrieb und Vermarktung von IXCHIQ in Asien vollständig bei Valneva. Die Kooperation mit dem bisherigen Partner aus Indien wurde zum Jahresende aufgelöst. Statt Lizenzgebühren zu kassieren, setzt das Management nun auf eigene Vertriebsstrukturen in der Region.
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Die Markttiefe auf Xetra deutet auf vorsichtigen Optimismus hin: Im Orderbuch standen zum Handelsschluss Kaufaufträge für 18.274 Aktien Verkaufsaufträgen für 17.175 Aktien gegenüber. Ein leichtes Übergewicht auf der Käuferseite, aber weit entfernt von echter Euphorie.
Der große Wendepunkt steht noch aus
Die eigentliche Bewährungsprobe kommt in den nächsten Monaten. VLA15, der Borreliose-Impfstoffkandidat, durchläuft derzeit die finale Phase-3-Prüfung. Die Ergebnisse sollen bis Mitte des Jahres vorliegen. Ein positiver Ausgang wäre ein Durchbruch: Bislang existiert kein zugelassener Impfstoff gegen Lyme-Borreliose für Menschen.
Bis dahin heißt es für Valneva-Aktionäre: abwarten. Die Seitwärtsbewegung der vergangenen Tage spiegelt diese Haltung wider. Erst wenn die klinischen Daten Klarheit schaffen, dürfte sich an der verhaltenen Stimmung etwas ändern.
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