Valneva: LB6V-Antrag H2 2026 — 70% Wirksamkeit
Valneva erhält 37 Millionen Euro aus Kapitalerhöhung und plant Stellenabbau. Der Lyme-Impfstoff VLA15 soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 zur Zulassung eingereicht werden.

Kurz zusammengefasst
- 37 Millionen Euro aus Kapitalerhöhung
- Weitere Sparrunde mit Stellenabbau
- Lyme-Impfstoff-Zulassung für 2026 geplant
- Analysten uneins über Aktienbewertung
Valneva steht vor einer entscheidenden Woche. Am 5. Mai fließen 37 Millionen Euro aus einer abgeschlossenen Kapitalerhöhung in die Kasse — und gleichzeitig kündigt das Unternehmen eine weitere Sparrunde an. Beides trifft auf eine Aktie, die seit Jahresbeginn rund 41 Prozent verloren hat und gestern auf einem 52-Wochen-Tief von 2,28 Euro schloss.
Frisches Kapital, neue Einschnitte
Die Kapitalerhöhung bringt insgesamt bis zu 84 Millionen Euro. Davon fließen 37 Millionen Euro beim Closing am 5. Mai. Weitere bis zu 47 Millionen Euro kommen hinzu, wenn alle ausgegebenen Warrants ausgeübt werden. Der Ausübungspreis liegt bei 2,96 Euro je Aktie — ein Aufschlag von 25 Prozent auf den Drei-Tage-VWAP. Investoren wie Frazier Life Sciences, Deep Track Capital und Cormorant Asset Management haben mitgemacht.
Parallel dazu startet Valneva eine neue Restrukturierungsrunde mit Stellenabbau. Es ist bereits die zweite Phase: Ende 2025 schloss das Unternehmen seinen Standort in Nantes und konzentrierte die französischen Aktivitäten in Lyon. Jetzt folgen weitere Kostensenkungen.
Lyme-Impfstoff: Zulassung in der zweiten Jahreshälfte geplant
Das strategisch wichtigste Thema bleibt der Lyme-Impfstoffkandidat VLA15, der in Partnerschaft mit Pfizer entwickelt wird. Beide Unternehmen planen, in der zweiten Jahreshälfte 2026 einen Zulassungsantrag bei der FDA und der EMA einzureichen. CEO Thomas Lingelbach hat das bestätigt.
Die klinische Datenlage ist nicht makellos. Im ersten vordefinierten Analyseschritt verfehlte der primäre Endpunkt das statistische Kriterium für das 95-Prozent-Konfidenzintervall. Die klinische Wirksamkeit lag dennoch über 70 Prozent. Die zweite Analyse erfüllte dann die nötigen statistischen Hürden. Valneva beziffert das Spitzenumsatzpotenzial des Impfstoffs auf mehr als eine Milliarde Dollar jährlich.
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Analysten tief gespalten
Die regulatorische Unsicherheit treibt einen tiefen Keil zwischen die Analysten. Goldman Sachs stufte die Aktie von neutral auf Sell herab und senkte das Kursziel auf 2,15 Euro. Als Begründung nannte die Bank einen schwierigen Ausblick nach mehreren Rückschlägen — darunter der Rückzug des Chikungunya-Impfstoffs IXCHIQ in den USA und das enttäuschende VALOR-Studienergebnis.
Jefferies sieht das völlig anders. Die Bank hält an einem Kursziel von 15 Dollar und einem Kaufurteil fest. Guggenheim bleibt ebenfalls bei Buy, senkte aber das Ziel von 13 auf 11 Dollar. Guggenheim erwartet für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 49,1 Millionen Euro — deutlich über dem Marktkonsens von 45,1 Millionen Euro.
Zwei Termine prägen die nächsten Tage
Am 7. Mai legt Valneva die Quartalszahlen vor. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management Erlöse zwischen 155 und 170 Millionen Euro an — getragen vor allem vom Reiseimpfstoffportfolio. Noch in diesem Jahr sollen Phase-2-Daten für den Shigella-Impfstoffkandidaten folgen. Ob die Kapitalerhöhung und der Stellenabbau ausreichen, um Valneva durch den Zulassungsprozess zu tragen, zeigt sich spätestens nach dem 7. Mai.
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