Valneva: Pomerantz-Untersuchung hält Druck
Valneva sieht sich mit US-Ermittlungen, einem Kurs auf Jahrestief und dem bevorstehenden Q1-Bericht konfrontiert. Der Impfstoff IXCHIQ verliert wichtige Märkte, während das Pfizer-Programm Hoffnung gibt.

Kurz zusammengefasst
- US-Kanzlei untersucht mögliche Anlegertäuschung
- Aktie erreicht 52-Wochen-Tief bei 2,34 Euro
- IXCHIQ-Zulassung in USA und UK zurückgezogen
- Lyme-Programm mit Pfizer als Hoffnungsträger
Valneva steckt in einer mehrfachen Krise. Der französische Impfstoffspezialist kämpft gleichzeitig mit einer laufenden US-Wertpapierermittlung, einem Kurs auf Jahrestief und einem Quartalsbericht, der am 7. Mai zeigen muss, ob das Unternehmen seinen Ausblick halten kann.
Pomerantz-Untersuchung belastet weiter
Die US-Kanzlei Pomerantz LLP erneuerte am 21. April ihren Investorenhinweis und untersucht, ob Valneva und bestimmte Führungskräfte Anleger im Zusammenhang mit den Phase-3-Ergebnissen der VALOR-Studie getäuscht haben. Der Impfstoff verfehlte seinen primären Endpunkt — zu wenige Krankheitsfälle in der Studiengruppe — obwohl das Unternehmen die Daten zunächst positiv kommuniziert hatte. Die Kanzlei hat ihre Untersuchung im April wiederholt öffentlich gemacht und hält damit den rechtlichen Druck aufrecht.
Die Aktie reagiert entsprechend. Mit 2,34 Euro schloss der Kurs am Freitag auf dem 52-Wochen-Tief — ein Minus von rund 39 Prozent seit Jahresbeginn. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 3,95 Euro, der Abstand dazu beträgt fast 41 Prozent. Das verdeutlicht, wie tief der technische Schaden nach dem VALOR-Schock sitzt.
IXCHIQ verliert Schlüsselmärkte
Das Chikungunya-Vakzin IXCHIQ steht unter erheblichem Druck. Valneva zog im Januar 2026 freiwillig die Zulassungsanträge in den USA zurück, nachdem die FDA die Lizenz bereits im August 2025 ausgesetzt hatte. Die britische Arzneimittelbehörde MHRA folgte im Februar aus denselben Gründen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Valneva?
In Europa, Kanada und Brasilien bleibt IXCHIQ zugelassen. Der Reiseimpfstoff IXIARO/JESPECT profitierte von steigender Reisenachfrage und einem neuen Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium, IXCHIQ erzielte trotz der regulatorischen Einschränkungen Erlöse durch europäische Markteinführungen und Ausbruchseinsätze.
Pfizer-Programm als Hoffnungsanker
Auf der Pipeline-Seite bleibt das Lyme-Programm mit Pfizer intakt. Beide Unternehmen planen noch in diesem Jahr Zulassungsanträge in den USA und Europa einzureichen. Bei Genehmigung winken Meilensteinzahlungen von 143 Millionen Dollar sowie Lizenzgebühren zwischen 14 und 22 Prozent — ein erheblicher potenzieller Mittelzufluss, der die aktuelle Bewertung stützen könnte.
7. Mai als nächster Prüfstein
Valneva schloss 2025 mit 109,7 Millionen Euro Kassenbestand, senkte den operativen Mittelabfluss um 21 Prozent und bestätigte eine Umsatzprognose von 155 bis 170 Millionen Euro für 2026. Am 7. Mai müssen die Q1-Zahlen zeigen, ob diese Ziele trotz Ermittlung und regulatorischer Rückschläge noch Bestand haben. Die Hauptversammlung am 1. Juni gibt dem Management anschließend Gelegenheit, sich direkt zu positionieren — unter den Augen einer Anlegerschaft, die nach Monaten des Kursrückgangs klare Antworten erwartet.
Valneva-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Valneva-Analyse vom 26. April liefert die Antwort:
Die neusten Valneva-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Valneva-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Valneva: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...