VanEck Dividend Leaders: 44 Prozent Finanzsektor nach Juni-Anpassung

Der Dividenden-ETF von VanEck profitiert von einer starken Bankenquote und dem Zukauf von TotalEnergies. Der Fonds notiert nahe seinem Höchststand.

Felix Baarz ·
VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Fonds nahe 52-Wochen-Hoch
  • Finanzsektor dominiert mit 44 Prozent
  • HSBC meldet deutlichen Gewinnanstieg
  • TotalEnergies übernimmt Solar- und Windkraft

Der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF notiert bei 55,13 Euro. Damit liegt der Fonds nur knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch von 55,66 Euro, das er erst gestern erreicht hat. Der Anstieg der letzten zwölf Monate von über 28 Prozent zeigt: Hinter dem Fonds steckt mehr als ein kurzfristiger Trend.

Zwei Entwicklungen treiben den ETF aktuell an. Zum einen hat sich die Gewichtung des Fonds im Sommer massiv in Richtung Finanzsektor verschoben. Zum anderen liefert der Energiekonzern TotalEnergies mit einem großen Zukauf frischen Rückenwind.

Banken machen fast die Hälfte des Fonds aus

Im Juni hat der zugrunde liegende Morningstar-Index seine halbjährliche Anpassung vorgenommen. Das Ergebnis: Der Finanzsektor macht jetzt rund 44 Prozent des gesamten Fondsvolumens aus. Mehrere Öl-lastige Positionen sind rausgeflogen oder wurden reduziert, weil ihre Dividendenrendite im Verhältnis zum Kursanstieg gesunken war.

Stattdessen haben Bankaktien wie HSBC, BNP Paribas und Intesa Sanpaolo mehr Gewicht bekommen. Diese Entscheidung zahlt sich gerade aus. HSBC hat am Dienstag einen Vorsteuergewinn von 19,5 Milliarden US-Dollar für das erste Halbjahr 2026 gemeldet – ein Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Bank hat zudem eine zweite Zwischendividende sowie ein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Genau solche Ausschüttungen sind es, die ein Unternehmen für die Aufnahme in einen „Dividend Leaders“-Index qualifizieren.

TotalEnergies baut grünes Portfolio aus

Auch im Energiesegment des Fonds tut sich etwas. TotalEnergies hat am Montag eine Vereinbarung unterzeichnet, um ein 4-Gigawatt-Portfolio an erneuerbaren Energien von Shell zu übernehmen. Darin enthalten sind 500 Megawatt an Solar- und Windkraftanlagen, die bereits in Betrieb oder im Bau sind.

Der Deal passt zur Strategie vieler integrierter Energiekonzerne, ihre Stromerzeugung breiter aufzustellen. Für den VanEck-ETF stützt das die Stabilität der verbliebenen Energiewerte – auch wenn die Öl-und-Gas-Gewichtung im Fonds durch die letzte Indexanpassung insgesamt zurückgegangen ist.

Strenge Auswahlkriterien filtern Risiken heraus

Unter den zehn größten Positionen des Fonds finden sich neben den genannten Finanz- und Energiewerten auch Verizon, Nestlé, Pfizer und Allianz. Zusammen machen diese zehn Titel etwa 34,8 Prozent des Fondsvermögens aus. Das Ergebnis: ein Portfolio aus etablierten Großkonzernen mit langer Ausschüttungshistorie.

Der Auswahlprozess des Index ist streng. Eine Dividende pro Aktie darf in den letzten fünf Jahren nicht gefallen sein, die Ausschüttungsquote muss unter 75 Prozent bleiben. Diese Filter haben in den vergangenen Jahren sogenannte Dividendenfallen zuverlässig aussortiert – Unternehmen, die hohe Ausschüttungen versprechen, sie aber nicht nachhaltig finanzieren können.

Während technologielastige Indizes Anfang August 2026 stärkere Schwankungen zeigten, hat sich der VanEck-ETF als defensive Alternative erwiesen. Mit der Kombination aus Bankenstärke und breiter Diversifikation bleibt der Fonds für Anleger auf der Suche nach stabilen Ausschüttungen interessant, während Indizes wie der DAX zeitgleich neue Rekordstände markieren.

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VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF ETF

55,09 EUR

– 0,11 EUR -0,20 %
KGV
Sektor
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung
ISIN: NL0011683594 WKN: A2JAHJ

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