VanEck Dividend Leaders: 7,8 Mrd Euro AUM-Rekord
Der VanEck Dividend Leaders ETF verzeichnet Milliardenzuflüsse und eine neue, thesaurierende Variante für steueroptimierte Anleger.

Kurz zusammengefasst
- Rekordzuflüsse von 24 Milliarden Dollar
- Jüngste Dividende von 0,81 Euro
- Kursplus von knapp 24 Prozent
- Neuer Schwesterfonds TDVX gestartet
Tech-Aktien dominieren die Schlagzeilen. Parallel dazu fließt das große Geld leise in verlässliche Ausschütter. Im ersten Quartal 2026 flossen weltweit rund 24 Milliarden US-Dollar in Dividendenfonds. Das ist der stärkste Jahresauftakt seit vier Jahren. Zu den größten Profiteuren dieser Rotation gehört der VanEck Dividend Leaders ETF (TDIV).
Frische Dividende und Kursplus
Anleger erhielten am 10. Juni die jüngste Quartalsdividende. VanEck schüttete 0,81 Euro je Anteil aus. Auf Sicht eines Jahres summiert sich das auf 1,65 Euro.
Die erwartete Dividendenrendite liegt aktuell bei rund drei Prozent. Auch der Aktienkurs spiegelt die hohe Nachfrage wider. Der ETF notiert derzeit bei 52,46 Euro.
Damit steht auf Jahressicht ein Plus von knapp 24 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Aufwärtstrend bleibt intakt. Der Kurs verläuft solide über der 200-Tage-Linie von 49,02 Euro.
Geringe Kosten ziehen Milliarden an
Das verwaltete Vermögen des TDIV kletterte zuletzt auf 7,8 Milliarden Euro. Damit ist er einer der größten Dividenden-ETFs in Europa. Morningstar zeichnete den Fonds im Mai mit fünf Sternen aus. Die Analysten lobten vor allem den Anlageprozess.
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg sind die Gebühren. Mit laufenden Kosten von 0,38 Prozent pro Jahr gehört der ETF zum günstigsten Fünftel seiner Vergleichsgruppe. Der Median liegt deutlich höher. Selbst Konkurrenten wie der iShares STOXX Global Select Dividend verlangen mehr.
Neue Variante für Steueroptimierer
VanEck baut das Angebot nun weiter aus. Ende April startete mit dem TDVX ein Schwesterprodukt. Dieser neue ETF schließt US-Aktien komplett aus. Außerdem reinvestiert er die Erträge, anstatt sie auszuschütten.
Die Trennung hat regulatorische Gründe. Der klassische TDIV sitzt in den Niederlanden. Das bringt niederländischen Anlegern steuerliche Vorteile. Eine thesaurierende Anteilsklasse ist dort aber nicht möglich. Ein Umzug nach Irland hätte bestehende Anleger benachteiligt. Die Folge: VanEck legte einfach einen eigenständigen irischen Fonds auf.
Der neue TDVX gewichtet Sektoren anders. Er hält weniger Kommunikationsdienstleister wie Verizon. Dafür rücken Finanzwerte wie die Zurich Insurance Group stärker in den Fokus.
Strenge Auswahlkriterien
Beide ETFs folgen einer klaren Logik. Der Index wählt die 100 Aktien mit der höchsten Dividendenrendite aus. Die Bedingungen sind streng. Unternehmen müssen im vergangenen Jahr eine Dividende gezahlt haben. Diese darf nicht niedriger sein als vor fünf Jahren.
Außerdem darf die Ausschüttungsquote 75 Prozent nicht übersteigen. Das Portfolio wird halbjährlich neu gewichtet. Eine einzelne Aktie darf maximal fünf Prozent ausmachen. Die Sektorgrenze liegt bei 40 Prozent.
Mit der gerade abgeschlossenen Juni-Anpassung und dem neuen Schwesterfonds ist die Produktpalette komplett. VanEck geht damit gut gerüstet in die zweite Jahreshälfte.
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