VanEck Gold Miners ETF: 4,7 Mrd Dollar Rekord-Abflüsse
Gold-ETFs verzeichnen historische Abflüsse, während der Goldpreis sich von seinem Quartalstief erholt. Der VanEck Fonds steht vor einer Bewährungsprobe.

Kurz zusammengefasst
- Goldpreis erholt sich nach Quartalsrutsch
- Rekordabflüsse aus Gold-ETFs weltweit
- Spekulative Wetten auf Minenaktien steigen
- Fed-Zinserhöhung im September wahrscheinlich
Der VanEck Gold Miners ETF steht vor einer ungewöhnlichen Konstellation. Das zweite Quartal 2026 war für goldbezogene Anlagen das schwächste seit einem Jahrzehnt. Die Abflüsse aus Gold-ETFs erreichten ein Rekordniveau. Gleichzeitig zeigt der Goldpreis erste Anzeichen einer Erholung.
Der Fonds durchläuft aktuell seine jüngste Ausschüttungsphase. Der Ex-Dividendentag war der 1. Juli, der Stichtag für die Dividendenberechtigung der 2. Juli. Die Auszahlung ist für den 27. Juli vorgesehen. VanEck hat zudem die Preise für den Dividenden-Reinvestitionsplan festgelegt.
Goldpreis erholt sich von Talfahrt
Der Goldpreis fiel im zweiten Quartal um 28 Prozent. Von einem Rekordhoch bei 5.602 Dollar Ende Januar bis unter die Marke von 4.000 Dollar Ende Juni. Seitdem geht es wieder aufwärts. Am 2. Juli notierte Gold bei rund 4.043,52 Dollar je Unze.
Den Ausschlag gaben schwächere US-Arbeitsmarktdaten. Die ADP-Beschäftigungszahlen zeigten nur 98.000 neue Stellen im Juni. Erwartet wurden 118.000. Hinzu kamen Äußerungen von Fed-Chef Kevin Warsh. Er signalisierte nachlassende Inflationsrisiken. Der Dollar-Index fiel darauf auf 101,43 Punkte. Das gibt Gold Rückenwind.
Rekordabflüsse aus Gold-ETFs
Trotz der jüngsten Erholung bleibt die Stimmung angeschlagen. In der letzten Juniwoche verzeichneten globale Gold-ETFs Abflüsse von 38,3 Tonnen. Das entspricht rund 4,7 Milliarden Dollar. Es war die größte wöchentliche Liquidierung seit Beginn der Aufzeichnungen.
Nordamerikanische Fonds führten den Rückzug an. Allein sie verzeichneten 23,6 Tonnen Abflüsse. Auch in Asien und Europa wurden Bestände reduziert. Investoren reagierten auf steigende Treasury-Renditen. Der Markt preist derzeit eine 64- bis 67-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Fed-Zinserhöhung im September ein.
Hochspekulative Wetten springen an
Die Minenaktien reagieren heftiger als der Goldpreis selbst. Der MicroSectors Gold Miners 3x Leveraged ETN schoss am 1. Juli um 9,9 Prozent auf 93,73 Dollar nach oben. Ein Zeichen dafür, dass spekulative Anleger auf eine schnelle Erholung setzen.
Der World Gold Council schätzt den fairen Wert von Gold auf rund 4.100 Dollar. Ein Ausbruch über 4.500 Dollar sei möglich. Voraussetzung dafür sind steigende geopolitische Spannungen oder eine weitere Eintrübung der US-Konjunktur. Für den VanEck Gold Miners ETF wird entscheidend sein, ob die Stabilisierung bei Gold anhält. Die technischen Schäden aus dem Rekord-Ausverkauf im zweiten Quartal sind noch nicht repariert.
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