VanEck Gold Miners ETF: 80,29 Dollar am 6. Juli nach Job-Schock
Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten treiben den Goldpreis und den GDX-ETF an. Zentralbanken und Übernahmen stützen die Branche trotz operativer Risiken.

Kurz zusammengefasst
- GDX steigt auf 80,29 US-Dollar
- US-Jobwachstum bleibt hinter Erwartungen
- Goldpreis nähert sich 4.190 US-Dollar
- Goldman Sachs hält an 4.900 US-Dollar fest
Ein schwacher US-Arbeitsmarkt sorgt für kräftige Bewegung im Edelmetallsektor. Der VanEck Gold Miners ETF (GDX) kletterte am 6. Juli auf 80,29 US-Dollar. Dahinter steckt eine handfeste Überraschung bei den Beschäftigungszahlen, die den Dollar unter Druck setzt.
Zinshoffnung treibt den Goldpreis
Das US-Arbeitsministerium meldete für Juni lediglich 57.000 neue Stellen. Analysten hatten fast das Doppelte erwartet. Die Enttäuschung drückte den US-Dollar-Index um 0,7 Prozent auf 100,73 Punkte nach unten.
Spot-Gold steuerte infolge der Daten auf die Marke von 4.190 US-Dollar pro Unze zu. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli sank zeitgleich auf rund 20 Prozent. Davon profitiert der GDX direkt, der aktuell ein Vermögen von etwa 24,32 Milliarden US-Dollar verwaltet.
Übernahmen und operative Hürden
In der Branche herrscht Aufbruchstimmung. Genesis Minerals legte ein Gebot über 5,6 Milliarden US-Dollar für Vault Minerals vor. Die Aktie von Vault sprang daraufhin um elf Prozent nach oben.
Newmont, das Schwergewicht im ETF, sicherte sich derweil staatliche Unterstützung. Kanada fördert den Ausbau der Red-Chris-Mine mit 500 Millionen US-Dollar. Das sichert die langfristige Pipeline des Konzerns in British Columbia.
Agnico Eagle Mines meldete einen Produktionsstopp in der Barnat-Mine nach einem Wandbruch. Das dürfte die Fördermenge im zweiten Halbjahr um bis zu 80.000 Unzen drücken. Solche operativen Risiken bremsen die Erholung des Sektors jedoch nur punktuell.
Analysten im Clinch
Die Bankhäuser sind sich über den weiteren Verlauf uneinig. JPMorgan senkte das Kursziel für Gold auf 4.500 US-Dollar. Zuvor lag die Prognose noch bei 6.000 US-Dollar. Goldman Sachs bleibt optimistischer und hält an einem Ziel von 4.900 US-Dollar fest.
Ein wichtiger Faktor ist die Nachfrage der Zentralbanken. Laut World Gold Council wollen fast 90 Prozent der Notenbanken ihre Reserven aufstocken. Das gilt als struktureller Anker für den Sektor.
Trotz massiver Abflüsse von 4,7 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal hellt sich die Stimmung auf. Die Bewertung des ETF erreichte zuletzt ein Fünf-Jahres-Tief. Das Handelsvolumen lag mit fast 30 Millionen Anteilen deutlich über dem Durchschnitt. Am Mittwoch folgen die Protokolle der US-Notenbanksitzung, die den aktuellen Trend untermauern könnten.
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