VanEck Seltene Erden ETF: 2,9 Prozent Minus auf 9,16 Euro

Chinas Exportkontrollen gegenüber Japan und sinkende Praseodym-Neodym-Preise belasten den Fonds und drücken seinen Kurs auf ein Jahrestief.

Redaktion Stock-World ·
Nahaufnahme von rohen Seltene-Erden-Mineralien und metallischen Erzen auf einer industriellen Oberfläche. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • ETF verliert heute 2,9 Prozent
  • Kurs fällt auf 9,16 Euro
  • Peking begründet Exportkontrollen mit Sicherheitsbedenken
  • Praseodym-Neodym-Notierungen geben weiter nach

Der VanEck Rare Earth and Strategic Metals UCITS ETF fällt heute um 2,9 Prozent auf 9,16 Euro und markiert damit ein neues 52-Wochen-Tief. Belastend wirkt eine Verschärfung im Handelskonflikt zwischen China und Japan um Seltenerd-Exporte.

Peking begründet Exportkontrollen mit Sicherheitsbedenken

Die chinesische Außenamtssprecherin Mao Ning erklärte am Mittwoch, die Exportkontrollen gegenüber Japan sollten eine „Remilitarisierung“ und nukleare Ambitionen des Landes abschrecken. Hintergrund ist, dass Japan die Vereinigten Staaten um Unterstützung gebeten hatte, nachdem die Beschränkungen die Yttrium-Versorgung empfindlich getroffen hatten.

Die Aussage macht deutlich, dass Peking die Exportpolitik nicht als rein wirtschaftliches, sondern als geopolitisches Druckmittel versteht – ein Signal, das die Unsicherheit für Abnehmer und Investoren in der Branche zusätzlich erhöht.

Preise für Praseodym-Neodym geben weiter nach

Parallel dazu meldete der Branchendienst Shanghai Metals Market am Mittwoch und erneut am heutigen Donnerstag fallende Preise für Praseodym-Neodym-Legierungen sowie für recyceltes Praseodym-Neodym. Die Kaufbereitschaft am Markt bleibe schwach, der Handel insgesamt verhalten.

Auch die Angebote für Praseodym-Neodym-Oxid tendierten zuletzt weiter nach unten. Diese Entwicklung trifft den ETF unmittelbar, da seine Wertentwicklung eng an die Preise genau dieser Rohstoffgruppen gekoppelt ist.

Der Kurs des Fonds notiert damit nur noch knapp über seinem bisherigen Jahrestief – der Abstand zum 52-Wochen-Tief beträgt gerade einmal 1,0 Prozent. Diese Nähe unterstreicht, wie stark der jüngste Abverkauf die ohnehin angeschlagene Stimmung in der Branche widerspiegelt.

Doppelte Belastung aus Politik und Preisverfall

Für Anleger ergibt sich damit eine Gemengelage aus zwei sich verstärkenden Faktoren: Auf der einen Seite die politische Eskalation zwischen China und Japan, die das Vertrauen in stabile Lieferketten für kritische Rohstoffe wie Yttrium untergräbt. Auf der anderen Seite der konkrete Preisverfall bei den für den Fonds zentralen Praseodym-Neodym-Produkten, der sich über die vergangenen Handelstage verfestigt hat.

Beide Entwicklungen hängen zusammen: Je unsicherer die Exportlage zwischen den beiden asiatischen Staaten bleibt, desto zurückhaltender agieren Käufer am Spotmarkt – und desto größer wird der Druck auf die Notierungen der zugrunde liegenden Metalle. Solange sich an dieser politischen Gemengelage nichts ändert, dürfte auch der Kursverlauf des ETFs von den Nachrichten aus Peking und Tokio geprägt bleiben.

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VanEck Seltene Erden ETF ETF

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