VanEck Seltene Erden ETF: 3,4 Prozent Sturz auf 52w-Tief
Der Fonds verlor 3,4 Prozent und liegt 45 Prozent unter seinem Mai-Hoch; ein konkreter fundamentaler Auslöser ist nicht erkennbar.
Kurz zusammengefasst
- ETF-Kurs sank auf 10,33 Euro
- Anteilspreis nahe dem 52-Wochen-Tief
- Rare-Earth-Aktien ebenfalls deutlich schwächer
- Terbium- und Dysprosiumoxid verbilligten sich
Der VanEck Seltene Erden ETF (IE0002PG6CA6) ist am Montag um 3,4 Prozent auf 10,33 Euro gefallen. Damit bewegt sich der Fonds nur noch knapp über seinem 52-Wochen-Tief, das er erst am Vortag markiert hatte.
Auslöser war kein Ereignis des Fonds selbst, sondern eine branchenweite Verkaufswelle bei Seltene-Erden- und Strategiemetall-Werten. Berichten zufolge gab das vergleichbare US-notierte Pendant VanEck Rare Earth and Strategic Metals ETF (REMX) am selben Tag rund 5 Prozent nach, während Einzelwerte wie USA Rare Earth und MP Materials jeweils etwa 6 Prozent verloren.
Der marktbreite S&P 500 ETF blieb nahezu unverändert – die Schwäche konzentrierte sich also gezielt auf Rohstoff- und Rare-Earth-Titel, ohne erkennbaren gesamtmarktlichen Auslöser.
Uneinheitliche Rohstoffpreise liefern Hintergrund
Auf dem physischen Markt zeigte sich am selben Tag ein gemischtes Bild. Nach Angaben von Shanghai Metals Market fiel der Preis für Terbiumoxid um 50.000 Renminbi je Tonne, Dysprosiumoxid gab um 10.000 Renminbi je Tonne nach. Gleichzeitig legte Praseodym-Neodym-Oxid um 500 Renminbi je Tonne zu.
Ein direkter Zusammenhang zwischen diesen Preisbewegungen und dem Kursrutsch des Fonds wurde in den Berichten nicht hergestellt, doch die Schwäche bei einzelnen Schwermetall-Oxiden passt ins Bild einer Branche, die derzeit insgesamt unter Druck steht.
Für Anleger im thesaurierenden Fonds – der keine Ausschüttungen vornimmt und entsprechend keine Erträge an die Anteilseigner weiterreicht – bedeutet das: Kursverluste schlagen ungefiltert auf den Anteilspreis durch, ohne dass eine Ausschüttung als Puffer wirkt.
Sektor bleibt unter Druck
Die Marktlage bleibt angespannt. Der ETF notiert inzwischen 45 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom Mai, nachdem die Rare-Earth-Branche im laufenden Jahr wiederholt von Preisschwankungen bei Schlüsselmetallen wie Terbium und Dysprosium erfasst wurde. Der jüngste Rückgang reiht sich damit in eine Serie volatiler Handelstage ein, die den Sektor seit Monaten begleitet.
Ob sich die Verkäufe bei Terbium- und Dysprosiumoxid fortsetzen oder ob die Stärke bei Praseodym-Neodym-Oxid ein Gegengewicht bildet, dürfte in den kommenden Tagen über die weitere Richtung des Fonds mitentscheiden.
Ein fundamentaler Auslöser für die jüngste Bewegung ist bislang nicht erkennbar – die Branche scheint vielmehr in einer Phase erhöhter Nervosität zu stecken, in der einzelne Preismeldungen aus China überproportionale Reaktionen an den Aktienmärkten auslösen können.
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