VanEck Seltene Erden ETF: September +6,7%, Neunmonats-Rückgang -9,6%
Trotz höherer September-Ausfuhren bleibt Chinas Exportmenge seit Jahresbeginn unter dem Vorjahresniveau; der ETF liegt 23 Prozent im Minus.
Kurz zusammengefasst
- September-Ausfuhren um 6,7 Prozent gestiegen
- Neunmonatsmenge 9,6 Prozent niedriger
- ETF seit Jahresbeginn 23 Prozent im Minus
- Kurs nahe dem 52-Wochen-Tief
Chinas Ausfuhren von Seltenen Erden sind im September im Jahresvergleich um 6,7 Prozent auf 4.269,8 Tonnen gestiegen. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Über die ersten neun Monate des Jahres gerechnet liegen die Exporte aber weiterhin um 9,6 Prozent unter dem Vorjahreswert, bei insgesamt 43.711 Tonnen.
Für Anleger im VanEck Seltene Erden ETF ist das eine zwiespältige Botschaft: Der monatliche Anstieg deutet auf eine gewisse Entspannung bei den Ausfuhrgenehmigungen hin, der Neunmonatsrückgang zeigt jedoch, dass die Angebotsknappheit über das Jahr gesehen noch nicht überwunden ist.
Was die Zahlen für das Angebot bedeuten
Die Exportstatistik ist für den Fonds deshalb relevant, weil China die mit Abstand größte Rolle bei der Verarbeitung und Ausfuhr von Seltenen Erden spielt. Steigen die monatlichen Exportmengen, kann das kurzfristig auf eine Lockerung der restriktiven Lizenzpraxis hindeuten, die die Branche in den vergangenen Monaten belastet hatte.
Der Rückgang über die ersten drei Quartale relativiert diesen Eindruck allerdings: Unterm Strich ist weniger Material aus China auf den Weltmarkt gelangt als im Vorjahreszeitraum. Für die im Fonds gebündelten Förderer und Verarbeiter außerhalb Chinas bedeutet eine solche Knappheit tendenziell eine bessere Verhandlungsposition, solange sie belastbare Abnehmer finden.
Kursbild bleibt angespannt
Der Kurs des ETF notiert aktuell bei 9,65 Euro und damit nur noch 2,6 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 9,41 Euro, das Mitte Oktober markiert wurde. Seit Jahresbeginn steht ein Verlust von 23 Prozent zu Buche.
Die anhaltende Schwäche zeigt, dass positive Einzelsignale wie die September-Exportzahlen bislang nicht ausreichen, um die seit Wochen anhaltende Abwärtsbewegung umzukehren. Anleger dürften die kommenden Monatsdaten aus China genau beobachten, um zu beurteilen, ob sich der leichte Anstieg im September als nachhaltige Trendwende oder als einmaliger Ausreißer erweist.
Die Diskrepanz zwischen kurzfristiger Erholung und mittelfristigem Rückgang bei den chinesischen Exportmengen spiegelt die grundsätzliche Unsicherheit wider, die derzeit auf dem gesamten Sektor der Seltenen Erden lastet. Solange keine klare Entspannung bei den Exportrestriktionen sichtbar wird, dürfte die Volatilität bei den Fondswerten hoch bleiben.
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