VanEck Seltene Erden ETF: Strategisch erfolgreich agiert

USA und Verbündete treiben mit Preisgarantien und Übernahmen die Unabhängigkeit von chinesischen Rohstoffen voran.

Dieter Jaworski ·

Kurz zusammengefasst

  • Pentagon stuft Dysprosium als Sicherheitspriorität ein
  • Lynas erhält staatlich gestützten Mindestpreis für NdPr
  • USA Rare Earth kauft Serra Verde für 2,8 Milliarden
  • ETF für Seltene Erden steigt um knapp 39 Prozent

Der Westen beschleunigt den Aufbau chinesisch-unabhängiger Lieferketten. Innerhalb von nur 48 Stunden haben mehrere politische Weichenstellungen den Rahmen für kritische Rohstoffe verändert. Das Ziel ist eine stabile Versorgung jenseits der Pekinger Dominanz.

Pentagon priorisiert schwere Seltene Erden

Das US-Verteidigungsministerium erhöht den Druck. In einem formellen Memorandum an das Unternehmen REalloys benannte das Ministerium Dysprosium und Terbium als nationale Sicherheitsprioritäten. Diese schweren Seltenen Erden sind für die Rüstungsindustrie unverzichtbar.

Die USA wollen ihre inländischen Bestände sichern, bevor im Januar 2027 ein Verbot für chinesische Seltene Erden in Kraft tritt. REalloys baut parallel dazu die größte Anlage für diese Metalle außerhalb Chinas aus. Der Standort in Nordamerika soll künftig Dysprosium in kommerziellem Maßstab produzieren.

Preisböden als neues Marktmodell

Regierungen greifen nun direkt in die Preisbildung ein, um Investitionen abzusichern. Der Produzent Lynas vereinbarte mit dem US-Verteidigungsministerium einen festen Preisboden von 110 US-Dollar pro Kilogramm für NdPr. Der Vertrag läuft über vier Jahre.

Zusätzlich stellt die US-Regierung 258 Millionen US-Dollar für eine Verarbeitungsanlage in Texas bereit. Ähnliche Abkommen schloss Lynas mit Japan über eine Laufzeit von zehn Jahren ab. Der Markt wandelt sich damit weg von volatilen Spotpreisen hin zu politisch gestützten Lieferverträgen.

Milliarden-Deal in Brasilien

In Südamerika festigt die Branche ihre Strukturen durch Zukäufe. USA Rare Earth übernimmt die Serra Verde Group für einen Eigenkapitalwert von rund 2,8 Milliarden US-Dollar. Die Transaktion umfasst eine Barzahlung von 300 Millionen US-Dollar.

Der Abschluss der Übernahme ist für das dritte Quartal 2026 geplant. Damit sichert sich das Unternehmen Zugriff auf die Pela-Ema-Mine in Brasilien. Laut Management ist dies der einzige skalierte Produzent aller vier magnetischen Seltenen Erden in der westlichen Welt.

ETF klettert auf Jahressicht

Diese fundamentale Neuausrichtung spiegelt sich in den Kursen wider. Der VanEck Rare Earth and Strategic Metals ETF legte seit Jahresanfang um 38,77 Prozent zu. Am Freitag notiert der Fonds bei 17,80 Euro.

Trotz des starken Laufs korrigierte der Kurs zuletzt leicht von seinem gestrigen 52-Wochen-Hoch bei 18,44 Euro. Mit einem Relative-Stärke-Index von 78,1 gilt der Sektor technisch als überkauft. Das verwaltete Fondsvolumen liegt aktuell bei rund 1,3 Milliarden Euro.

Die Engpässe bei schweren Seltenen Erden dürften über das Jahr 2026 hinaus anhalten. USA Rare Earth veröffentlicht seine Quartalszahlen am 13. Mai nach Börsenschluss.

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VanEck Seltene Erden ETF ETF

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KGV
Sektor
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung
ISIN: IE0002PG6CA6 WKN: A3CRL9

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