Vanguard FTSE All-World: 16 Titel ab 21. September
FTSE Russell erweitert den Index um 16 Unternehmen aus Indien und Vietnam, während Vanguard mit einem günstigeren Nebenwerte-ETF neue Konkurrenz schafft.

Kurz zusammengefasst
- 16 neue Titel aus Indien und Vietnam
- Indexanpassung erfolgt am 21. September
- Neuer Vanguard-ETF sammelt 180 Millionen Euro
- All-World gewinnt 15 Prozent im Jahresverlauf
Der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF bekommt im September neue Nachbarn im Portfolio. FTSE Russell hat die Ergebnisse seiner halbjährlichen Indexüberprüfung vorgelegt: Zehn indische Unternehmen, darunter Infosys, Bharti Airtel und Groww, sowie sechs vietnamesische Titel wie Vietcombank und Vingroup werden zum 21. September in den FTSE All-World Index aufgenommen. Für Anleger des ETFs bedeutet das eine weitere Verbreiterung der ohnehin breit gestreuten Aktienbasis.
Die Aufnahme fällt in eine Phase, in der Vanguard sein Produktangebot insgesamt neu ordnet. Am 20. August brachte der Anbieter drei neue globale Aktien-ETFs an der London Stock Exchange und weiteren europäischen Börsenplätzen an den Start, darunter der FTSE Global All-Cap UCITS ETF mit der ISIN IE000VAHT5T0. Dieser deckt zusätzlich Nebenwerte ab und kommt mit einer Gesamtkostenquote von 0,07 Prozent – deutlich günstiger als der etablierte All-World-ETF.
Innerhalb von acht Tagen nach dem Debüt am 20. August sammelte der neue Fonds bereits 180 Millionen Euro an verwaltetem Vermögen ein, wie Vanguard mitteilte.
Neue Konkurrenz aus dem eigenen Haus
Die Marktdaten zeigen, dass der etablierte All-World-ETF von der hausinternen Konkurrenz bislang unbeeindruckt bleibt. Am Freitag schloss das Papier bei 167,80 Euro, ein Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Jahressicht steht ein Zuwachs von 15 Prozent zu Buche – ein Ergebnis, das die Attraktivität des breit diversifizierten Ansatzes trotz der neuen, noch günstigeren Alternative aus dem eigenen Haus unterstreicht.
Dass Vanguard mit dem Nebenwerte-ETF eine Lücke im eigenen Angebot schließt, dürfte für bestehende All-World-Anleger kein Grund zum Umschichten sein. Der etablierte Fonds bleibt mit seiner Historie, seiner Liquidität und seiner breiten Verankerung in europäischen Anlegerdepots das Schwergewicht unter den globalen Indexfonds.
Die Indexerweiterung um indische und vietnamesische Werte stärkt zudem die Diversifikation gerade in Schwellenländern, die im Portfolio bislang unterrepräsentiert waren.
Was die Indexaufnahme für Anleger bedeutet
Die Aufnahme neuer Länder in den FTSE All-World Index verändert die Zusammensetzung des ETFs automatisch, ohne dass Anleger selbst tätig werden müssen – ein zentrales Versprechen passiver Indexfonds. Mit der Erweiterung um indische Technologie- und Telekommunikationswerte sowie vietnamesische Bank- und Konglomerattitel wächst die geografische Streuung des Fonds weiter.
Für Anleger, die auf eine möglichst breite globale Aktienabdeckung setzen, bleibt der Vanguard FTSE All-World damit ein zentraler Baustein – auch wenn der Konzern mit dem neuen Nebenwerte-ETF inzwischen eine noch kostengünstigere Variante im eigenen Sortiment führt.
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