Vanguard FTSE All-World: Ex-US-Index mit 32,6% Rendite
Der Vanguard FTSE All-World ETF profitiert von einer strukturellen Verschiebung hin zu Nicht-US-Märkten, die 2025 deutlich stärker performten.

Kurz zusammengefasst
- Nicht-US-Märkte mit Renditevorsprung
- Schwacher Dollar als Renditetreiber
- FTSE Russell plant Neuklassifizierungen
- VWCE mit präzisem Index-Tracking
Der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (VWCE) notiert auf einem 52-Wochen-Hoch. Dahinter steckt mehr als eine Markterholung — die Zusammensetzung des zugrunde liegenden Index verschiebt sich strukturell, und das zugunsten von Märkten, die lange im Schatten der USA standen.
April-Rebound nach turbulenten Wochen
Der April war für globale Aktien ein starker Monat. Der MSCI ACWI IMI legte rund zehn Prozent zu. Auslöser war die Ankündigung einer 90-tägigen Zollpause durch die US-Regierung, die nach einem Kurseinbruch von mehr als zwölf Prozent folgte. Der S&P 500 schloss danach auf einem Allzeithoch — rund elf Prozent über seinem Märztief.
VWCE partizipierte an dieser Erholung. Der ETF steht aktuell bei 155,40 Euro und liegt damit rund 26 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief vom Mai 2025. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus gut sechs Prozent.
Nicht-US-Märkte dominieren die Rendite
Das eigentlich Bemerkenswerte liegt im Jahresvergleich. Der FTSE All-World ex US Index erzielte 2025 eine Gesamtrendite von 32,6 Prozent. Der FTSE USA Index kam auf 18,0 Prozent. Schwellenländer übertrafen mit 26,5 Prozent sogar die entwickelten Märkte außerhalb der USA, die auf 22,8 Prozent kamen.
Ein wesentlicher Treiber war der schwache Dollar. Er hob die Renditen nicht-amerikanischer Aktien für international investierte Anleger spürbar an. Für einen Index, bei dem die USA rund zwei Drittel des Gewichts ausmachen, ist diese Entwicklung eine echte Verschiebung.
Indexstruktur und kommende Änderungen
Der FTSE All-World Index umfasst rund 4.200 Aktien aus mehr als 45 Ländern. Er deckt etwa 90 bis 95 Prozent der weltweiten investierbaren Marktkapitalisierung ab. Der Technologiesektor dominiert mit einem Gewicht von rund 25 Prozent, gefolgt von Finanzdienstleistungen mit etwa 15 Prozent.
FTSE Russell plant zum 21. September 2026 mehrere Neuklassifizierungen. Griechenland rückt vom Status „Secondary Emerging“ in die Kategorie der entwickelten Märkte auf. Vietnam wechselt von Frontier zu Secondary Emerging. Nigeria wird neu als Frontier-Markt eingestuft. Diese Änderungen betreffen zwar kleine Indexanteile, zeigen aber, wie aktiv FTSE Russell die Zusammensetzung pflegt.
Replikation, Kosten und Wettbewerb
Vanguard setzt auf physische optimierte Replikation. Der Fonds hält keine exakte Kopie aller 4.256 Indexmitglieder, sondern eine repräsentative Auswahl. Das Tracking ist dabei bemerkenswert präzise: Die annualisierte Abweichung vom Index lag zuletzt bei nur 0,03 Prozent.
Mit einem verwalteten Vermögen von rund 35 Milliarden Euro ist VWCE der größte ETF auf den FTSE All-World. Die jährlichen Kosten betragen 0,19 Prozent. Morningstar bewertet die Strategie positiv und hebt die breite Streuung sowie die günstigen Konditionen hervor.
Für den Rest des Jahres 2026 sprechen mehrere Faktoren für Schwellenländer: niedrigere lokale Zinsen, attraktive Bewertungen und ein breiteres Gewinnwachstum jenseits der großen US-Technologiekonzerne. Deren Wachstumsbeitrag nähert sich mit prognostizierten 13 Prozent dem Durchschnitt des restlichen S&P 500 an — die Sonderstellung der Magnificent Seven schwindet.
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