Vanguard FTSE All-World: Non-US mit 4,9–6,9% Rendite
Der VWCE notiert nahe seinem Jahreshoch, während Vanguard eine strukturelle Verschiebung hin zu internationalen Märkten prognostiziert.

Kurz zusammengefasst
- VWCE nahe 52-Wochen-Hoch
- Vanguard erwartet stärkere internationale Märkte
- US-Tech dominiert weiterhin den Index
- Rotation begünstigt kapitalintensive Sektoren
Der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (VWCE) notiert aktuell bei 153,42 Euro — knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch. Das ist kein Zufall. Im Hintergrund läuft eine strukturelle Verschiebung, die genau diesem ETF in die Karten spielen könnte.
Vanguards eigene Prognose spricht eine klare Sprache
Mehr als ein Jahrzehnt dominierten US-Mega-Caps die globalen Aktienmärkte. Seit 2025 dreht sich das Bild. Der FTSE All-World Index legte im vergangenen Jahr rund 23 Prozent zu — und internationale Märkte übertrafen die USA um die größte Spanne seit 16 Jahren.
Vanguards eigenes Research-Team sieht das als strukturellen Wandel. Die Kapitalmarktprognosen des Hauses erwarten für nicht-amerikanische Aktien aus entwickelten Märkten annualisierte Renditen von 4,9 bis 6,9 Prozent über zehn Jahre. Für US-Aktien liegt die Schätzung bei 4 bis 5 Prozent — mit besonders gedämpften Aussichten für Wachstumstitel.
Ein Index mit klarem US-Übergewicht
Der FTSE All-World Index umfasst rund 4.200 Aktien aus mehr als 45 Ländern. Er deckt etwa 90 bis 95 Prozent der investierbaren Weltmarktkapitalisierung ab. Die USA machen 63 Prozent des Index aus. Japan folgt mit 5,7 Prozent — kein anderes Land kommt auf mehr als 5 Prozent.
Technologiewerte stellen mit rund 30 Prozent den größten Sektor. Das bedeutet: Ein Rücksetzer bei US-Tech trifft den VWCE direkt.
Wo die Rotation Fahrt aufnimmt
Der S&P 500 stieg 2025 um 17,9 Prozent. Europa, Schwellenländer und Japan liefen besser — auch in lokaler Währung, nicht nur wegen des schwächeren Dollars.
Die Treiber sind greifbar. In Europa befeuern Verteidigungsausgaben und der Ausbau erneuerbarer Energien die Nachfrage nach Industriegütern, Materialien und Infrastruktur. Weltweit rücken Lieferketten-Reshoring und Energiesicherheit von der Planung in die Umsetzung. Das begünstigt kapitalintensive Sektoren — also genau jene Bereiche, die im Jahrzehnt der Asset-Light-Wachstumswerte kaum eine Rolle spielten.
Für 2026 rechnen Analysten mit kräftigem Gewinnwachstum in den Schwellenländern. Der MSCI Emerging Markets Index könnte ein Gewinnwachstum von über 37 Prozent erzielen. Europa und Japan werden mit rund 9 Prozent erwartet.
Struktur und Kosten des ETF
Morningstar bewertet die Strategie positiv: breit, diversifiziert und repräsentativ für das globale Anlageuniversum. Die jährliche Gesamtkostenquote liegt bei 0,19 Prozent. Dividenden schüttet der ETF nicht aus — er thesauriert sie direkt im Fondsvermögen.
Der VWCE handelt in Euro, Pfund, Dollar und Franken an mehreren Börsen, darunter Frankfurt, Amsterdam und London.
Internationale Aktien notieren weiterhin mit deutlichen Abschlägen gegenüber US-Titeln — gemessen an Kurs-Gewinn-Verhältnissen und zyklisch bereinigten Bewertungsmaßstäben. Sollte die Rotation anhalten, profitiert ein global aufgestellter Indexfonds wie der VWCE von genau jenen Märkten, die Vanguards Ökonomen für die nächsten Jahre am attraktivsten einschätzen.
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