VAT Group Aktie: Auftragsberg wächst rasant
Starke Chipnachfrage treibt VATs Quartalsumsatz und Bestellungen; für 2027 stellt das Unternehmen Erlöse oberhalb der bisherigen Prognosespanne in Aussicht.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsumsatz steigt auf 376,4 Millionen Franken
- Auftragseingang wächst auf 696,6 Millionen Franken
- Auftragsbestand erreicht 979,5 Millionen Franken
- 2027-Umsatz soll bisherige Spanne übertreffen
Ein Auftragsbestand von fast einer Milliarde Franken: VAT meldet für das dritte Quartal die höchsten Umsätze und Bestellungen der Firmengeschichte. Der Vakuumventil-Hersteller profitiert vom Investitionsboom rund um KI-Chips und hebt zugleich die Erwartungen für 2027 deutlich an.
Bestellungen verdreifachen sich fast
Der Umsatz stieg um 46 Prozent auf 376,4 Millionen Franken, währungsbereinigt um 44 Prozent. Alle Geschäftsbereiche legten zu, angeführt vom Halbleitergeschäft, gefolgt von Advanced Industrials und Global Service.
Noch stärker wuchs der Auftragseingang. Er sprang um rund 193 Prozent auf 696,6 Millionen Franken. Der Auftragsbestand erreichte 979,5 Millionen Franken, fast viermal so viel wie ein Jahr zuvor.
Das Book-to-Bill-Verhältnis lag bei 1,9. Es setzt Bestellungen und Umsatz ins Verhältnis. Ein Wert über 1 bedeutet, dass mehr Aufträge hereinkommen, als abgearbeitet werden.
Nachfrage übersteigt das Angebot
Als Treiber nennt VAT das anhaltende Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei fortgeschrittenen Logik- und Speicherchips. Hohe Rechenzentrumsausgaben der großen Cloud-Anbieter und der Anlauf der nächsten Chipgeneration verlangen nach neuen Fabrikkapazitäten. Genau dort kommen die Ventile des Schweizer Konzerns zum Einsatz.
Das Unternehmen erwartet, dass die Investitionen in der Halbleiterindustrie bis 2027 und darüber hinaus hoch bleiben. Entsprechend baut VAT die eigene Produktion aus. Bis Ende 2026 soll die Fabrik quartalsweise Leistung im Wert von 450 Millionen Franken erreichen.
Ausblick: Prognose für 2027 steigt
Für das vierte Quartal peilt VAT einen Umsatz zwischen 420 und 450 Millionen Franken an. Das Book-to-Bill-Verhältnis soll weiterhin über 1 liegen. Die Prognose für 2026 bestätigt das Management: Aufträge, Umsatz, Nettogewinn und freier Cashflow sollen über dem Vorjahr liegen.
Für 2027 fällt die Anhebung deutlich aus. Der Umsatz soll „signifikant“ über dem oberen Ende der bisherigen Spanne von 1,5 bis 1,7 Milliarden Franken liegen. Ein konkreter neuer Wert steht noch aus. Entscheidend ist nun, ob VAT die Produktionsrampe bis zum Jahresende wie geplant auf 450 Millionen Franken pro Quartal hochfährt.
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