Verbio Aktie: 22,3 Millionen Euro Neunmonats-Gewinn
Verbio kehrt mit 22,3 Mio. Euro Gewinn in die schwarzen Zahlen zurück und profitiert von steigenden THG-Quoten.

Kurz zusammengefasst
- Gewinn von 22,3 Millionen Euro erzielt
- Operativer Cashflow steigt auf 96,4 Millionen
- THG-Quote steigt bis 2027 auf 17,5 Prozent
- Analysten sehen Kurspotenzial bis 55 Euro
Verbio hat die Verlustzone hinter sich gelassen. Nach einem schwierigen Vorjahr meldet der Biokraftstoff-Spezialist starke Neunmonatszahlen. Die Rückkehr in die schwarzen Zahlen treibt die Aktie an.
Das Unternehmen erzielte im laufenden Geschäftsjahr einen Überschuss von 22,3 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum stand hier noch ein Verlust von 40,5 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) vervielfachte sich auf knapp 106 Millionen Euro.
Höhere Margen bei Bioethanol und Biomethan stützen das Geschäft. Parallel dazu stieg die Nachfrage nach Treibhausgasminderungsquoten (THG-Quoten) deutlich an. Verbio profitiert hierbei von einer verbesserten Marktlage in Deutschland.
Die finanzielle Basis hat sich massiv stabilisiert. Der operative Cashflow kletterte auf 96,4 Millionen Euro. Nach Abzug aller Investitionen verbleibt ein positiver Free Cashflow von 33 Millionen Euro.
Das Management nutzt die frischen Mittel für den internationalen Ausbau. Im Fokus steht die neue Anlage im US-Bundesstaat Nevada. Dort erzielte Verbio mit 1.040 Gigawattstunden Biomethan bereits einen neuen Produktionsrekord.
Politische Weichenstellung gibt Sicherheit
Der Bundesrat ebnete den Weg für langfristiges Wachstum. Die THG-Quote steigt bis zum Jahr 2027 auf 17,5 Prozent. Das sorgt für Planungssicherheit beim Absatz klimafreundlicher Kraftstoffe.
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In den Folgejahren soll die Quote weiter steigen. Bis zum Jahr 2040 ist ein Zielwert von 65 Prozent vorgesehen. Diese regulatorische Unterstützung gilt als zentraler Treiber für die künftige Bewertung.
Analysten uneins über Kursziele
Anleger honorierten die Entwicklung bereits mit einem Kursplus von 68 Prozent seit Jahresbeginn. Am Montag schloss das Papier bei 37,44 Euro. Damit rückt die psychologisch wichtige Marke von 40 Euro näher.
Die Expertenmeinungen gehen jedoch auseinander. Deutsche Bank Research sieht das Kursziel bei 42 Euro und rät zum Kauf. mwb research traut der Aktie sogar 55 Euro zu.
Vorsichtiger äußert sich Jefferies. Die Analysten vergeben ein „Hold“-Rating mit einem Ziel von 36 Euro. Damit läge der faire Wert leicht unter dem aktuellen Kursniveau.
Die Aktie kämpft nun gegen den charttechnischen Widerstand bei 38 Euro. Ein nachhaltiger Ausbruch könnte den Weg für weitere Gewinne ebnen. Das bisherige Jahreshoch liegt bei gut 46 Euro.
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