Verbio Aktie: EBITDA vervielfacht auf 60,2 Millionen
Biokraftstoffhersteller Verbio übertrifft Erwartungen mit starkem Quartal und profitiert von neuen politischen Beimischungszielen.

Kurz zusammengefasst
- Operativer Gewinn steigt auf 60 Millionen
- Aktie legt nach Quartalszahlen deutlich zu
- Bundesrat beschließt höhere Beimischungsquoten
- Prognose für das Geschäftsjahr angehoben
Verbio hat die operative Trendwende eingeleitet. Nach einer schwierigen Phase meldet der Biokraftstoffhersteller für das dritte Quartal eine Erholung, die die Erwartungen deutlich übertrifft. Die Aktie reagierte am Mittwoch prompt mit einem Kurssprung von fast 15 Prozent auf 37,88 Euro.
Der Umsatz im dritten Quartal kletterte um 13 Prozent auf 447,1 Millionen Euro. Beeindruckender fiel die Entwicklung des operativen Ergebnisses (EBITDA) aus. Dieses vervielfachte sich von 8,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf nun 60,2 Millionen Euro.
Parallel dazu sank die Nettofinanzverschuldung auf 126,8 Millionen Euro. Der Vorstand sieht sich durch die steigende Nachfrage nach E10-Kraftstoffen und die anziehenden Ölpreise in seinem Kurs bestätigt.
In der Folge konkretisiert das Management seine Ziele für das Geschäftsjahr 2025/26. Erwartet wird nun ein EBITDA am oberen Ende der Spanne zwischen 100 und 140 Millionen Euro. Auf Neunmonatssicht steht bereits ein operativer Gewinn von 105,7 Millionen Euro in den Büchern.
Politische Weichenstellungen in Berlin stützen die langfristige Perspektive zusätzlich. Der Bundesrat hat eine schrittweise Erhöhung der Treibhausgasminderungsquote beschlossen. Bis 2027 soll diese auf 17,5 Prozent steigen.
Langfristig ist für diese Quote ein Zielwert von 65 Prozent bis zum Jahr 2040 anvisiert. Dies sorgt für eine verlässliche Abnahmekonstante in einem bisher schwankungsanfälligen Markt.
Hinzu kommt das neue Gebäudemodernisierungsgesetz. Es führt ab 2029 eine verbindliche Beimischungspflicht für Biobrennstoffe in neuen Öl- und Gasheizungen ein. Diese Quote startet bei 10 Prozent und soll bereits 2030 auf 15 Prozent steigen.
Bis zum Jahr 2035 ist eine Erhöhung auf 30 Prozent vorgesehen. Im Jahr 2040 soll der Anteil der beigemischten Biobrennstoffe schließlich 60 Prozent erreichen.
Die Marktreaktion spiegelt diesen Optimismus wider, auch wenn die Analysten von Jefferies skeptisch bleiben. Die Investmentbank bestätigte ihr „Hold“-Rating mit einem Kursziel von 25 Euro. Damit liegen die Experten deutlich unter dem aktuellen Marktniveau, das seit Jahresbeginn ein Plus von rund 70 Prozent verzeichnet.
Mit der konkretisierten Prognose und den regulatorischen Zusagen im Rücken hat Verbio eine solide Basis für das Schlussquartal geschaffen. Die verbindlichen Beimischungsquoten ab 2029 bieten dem Unternehmen eine neue, langfristige Planungssicherheit für das Kerngeschäft.
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