Vertiv Aktie: 14 Milliarden Dollar Jahresprognose angehoben
Vertiv profitiert vom KI-Boom mit Rekordaufträgen und steigert Umsatz um 30 Prozent auf 2,65 Milliarden US-Dollar.

Kurz zusammengefasst
- Übernahme von ThermoKey abgeschlossen
- Umsatzplus von 30 Prozent im ersten Quartal
- Prognose für 2026 auf 14 Milliarden angehoben
- Institutionelle Anleger halten 90 Prozent der Anteile
Vertiv festigt seine Position im globalen KI-Wettrüsten. Der Spezialist für digitale Infrastruktur profitiert massiv vom Bau neuer Rechenzentren. Besonders die Kühlung der immer heißer werdenden Hochleistungschips treibt das Geschäft an.
Fokus auf Flüssigkeitskühlung zahlt sich aus
Mitte Juni schloss Vertiv die Übernahme des italienischen Spezialisten ThermoKey ab. Das Unternehmen sichert sich damit wichtiges Know-how bei Wärmetauschern. Diese Technik ist entscheidend, um die enorme Abwärme moderner KI-Chips zu bändigen.
Hardware der nächsten Generation stellt neue Anforderungen. Chips wie die B200-Serie von Nvidia verbrauchen teilweise über 1.000 Watt pro Stück. Experten erwarten für den Markt der Flüssigkeitskühlung bis 2033 ein jährliches Wachstum von fast 29 Prozent.
Vertiv positioniert sich frühzeitig für diesen Bedarf. Neben ThermoKey kaufte der Konzern bereits Strategic Thermal Labs. Diese Zukäufe stärken die Kapazitäten bei spezialisierten Kühlsystemen für Hyperscale-Rechenzentren.
Auftragsbücher auf Rekordniveau
Die Geschäftszahlen spiegeln diesen Boom wider. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 30 Prozent auf 2,65 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte freie Cashflow kletterte im gleichen Zeitraum auf 653 Millionen US-Dollar.
Für das Gesamtjahr 2026 hob das Management die Prognose an. Der Konzern erwartet nun einen Umsatz von bis zu 14 Milliarden US-Dollar. Ein Auftragsbestand von 15 Milliarden US-Dollar sorgt für hohe Planungssicherheit.
Große Vermögensverwalter bauen ihre Positionen konsequent aus. Rund 90 Prozent der Anteile liegen mittlerweile in institutioneller Hand. Die Aktie notiert aktuell bei 293,95 Euro und hat seit Jahresbeginn fast 100 Prozent an Wert gewonnen.
Am 13. Mai erreichte das Papier ein Rekordhoch von 324,20 Euro. Die nächste Bewährungsprobe folgt mit der Veröffentlichung der kommenden Quartalszahlen. Dann muss Vertiv beweisen, dass die operativen Margen mit dem rasanten Umsatzwachstum Schritt halten.
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