Verve Group Aktie: Christian Duus bereitet US-Listing vor

Verve Group verlegt den Sitz nach Dublin, bereitet eine US-Notierung vor und meldet höhere Margen bei verhaltenem organischem Wachstum.

Eduard Altmann ·
Moderne Büroarchitektur bei Dämmerung als Symbol für internationale Börsengänge und globales Unternehmenswachstum. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Firmensitz soll nach Dublin wechseln
  • US-Börsenlisting wird vorbereitet
  • Umsatz steigt auf 152,3 Millionen Euro
  • First Berlin senkt Kursziel auf 4,00 Euro

Die Verve Group bereitet sich auf den finalen Schritt ihrer weitreichenden Unternehmensumstrukturierung vor. Das schwedische Registeramt erteilte am 25. August die formale Genehmigung für die Verlegung des Firmensitzes von Stockholm nach Dublin.

Bereits am 24. August wurde das entsprechende Übertragungszertifikat ausgestellt. Das Unternehmen plant, diesen Standortwechsel zum 1. Oktober abzuschließen. Mit diesem Schritt gehen eine neue Registrierungsnummer sowie eine neue ISIN einher.

Der Umzug nach Irland gilt als strategisches Fundament für eine geplante Expansion am Kapitalmarkt. CFO Christian Duus bestätigte am vergangenen Donnerstag, dass der Konzern eine zusätzliche Notierung an einer US-Börse vorbereitet.

Um die Sichtbarkeit für amerikanische Investoren zu erhöhen, wird die Verve Group ihre Finanzberichterstattung ab Januar 2027 vollständig auf den US-Dollar umstellen. Die internationale Ausrichtung soll das Unternehmen unabhängiger von regionalen Marktschwankungen machen.

Analysten bewerten operative Entwicklung vorsichtiger

Trotz der strategischen Fortschritte zeigten sich die operativen Kennzahlen des zweiten Quartals zweigeteilt. Während der auf vergleichbarer Basis ermittelte Umsatz auf 152,3 Millionen Euro stieg, blieb das organische Wachstum mit 3,5 Prozent hinter den Erwartungen des Managements zurück.

Als Grund nannte das Unternehmen konjunkturellen Gegenwind in den Sektoren Automobil und Reisen. Positiv entwickelte sich hingegen die Bruttomarge, die im Jahresvergleich von 33,1 Prozent auf 40,0 Prozent kletterte.

Analyst Ellis Acklin vom Analysehaus First Berlin reagierte am vergangenen Freitag auf die jüngsten Geschäftszahlen. Er reduzierte sein Kursziel für das Papier von 4,50 Euro auf 4,00 Euro.

Der Experte begründete dies mit einem vorsichtigeren Ausblick auf die zweite Jahreshälfte 2026, bestätigte jedoch seine Kaufempfehlung. An der Börse bleibt die Stimmung vorerst gedrückt. Der aktuelle Kurs notiert bei 1,11 Euro und liegt damit rund 27 % unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 1,52 Euro.

Sondereffekte und personelle Veränderungen

Im abgelaufenen Quartal belasteten zudem finanzielle Einmaleffekte das Ergebnis. Die Verve Group leistete eine Steuerzahlung in Höhe von 8,5 Millionen Euro, um eine Betriebsprüfung in Deutschland für die Jahre 2011 bis 2019 abzuschließen. Parallel dazu nutzte der Konzern liquide Mittel für selektive Rückkäufe eigener Anleihen im Umfang von 2,7 Millionen Euro.

Auch auf der Führungsebene gibt es einen Wechsel. Das Unternehmen bestätigte am vergangenen Donnerstag das Ausscheiden des Chief Revenue Officer Dave Simon. Ungeachtet dieser personellen Veränderung hält das Management an seiner Prognose für das Gesamtjahr 2026 fest.

Erwartet wird weiterhin ein Umsatz zwischen 680 Millionen und 730 Millionen Euro. Ein wesentlicher Impuls soll in den kommenden Monaten von den Ausgaben für die US-Zwischenwahlen sowie dem wachsenden Bereich Retail Media ausgehen.

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Verve Group Aktie

1,01 EUR

– 0,05 EUR -4,90 %
KGV —
Sektor Technologie
Div.-Rendite —
Marktkapitalisierung 202,12 Mio. EUR
Ø Kursziel 3,42 EUR
ISIN: SE0018538068 WKN: A3D3A1

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