Vestas Wind Systems Aktie: Rückkaufprogramm nach Gewinnsprung
Vestas verneunfacht Quartalsgewinn, hebt Jahresprognose an und startet ein Aktienrückkaufprogramm über 400 Millionen Euro. Die Aktie reagiert mit einem Kurssprung.
Kurz zusammengefasst
- Quartalsgewinn fast verneunfacht
- Prognose für operative Marge angehoben
- Neues Rückkaufprogramm über 400 Mio. Euro
- Aktie springt um rund 18 Prozent
Ein Kurssprung von rund 18 Prozent ist auch für Windkraft-Standards ungewöhnlich. Vestas liefert ihn an diesem Mittwoch gleich mit einer ganzen Reihe positiver Nachrichten: höhere Margenprognose, ein neues Aktienrückkaufprogramm und ein Quartalsgewinn, der sich fast verneunfacht hat.
Der dänische Windturbinenhersteller hebt seine Ergebnisprognose für 2026 an. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten soll nun zwischen 7 und 9 Prozent liegen, ein Prozentpunkt mehr an beiden Enden der Spanne als bisher. Die Umsatzprognose von 20 bis 22 Milliarden Euro bleibt unverändert, ebenso die Investitionsplanung von rund 1,2 Milliarden Euro.
Starkes zweites Quartal als Basis
Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um mehr als ein Viertel auf 4,723 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis kletterte auf 446 Millionen Euro, die Marge sprang von 1,5 auf 9,4 Prozent. Der Auftragseingang legte um 67 Prozent auf 3.349 Megawatt zu, getrieben von Nachfrage aus EMEA und Amerika.
Analysten sahen die Zahlen als klare positive Überraschung. Der RBC-Analyst Colin Moody bezeichnete die Anhebung der Prognose angesichts des Ausmaßes der Überraschung sogar als zurückhaltend und sieht für den Marktkonsens beim Gesamtjahresausblick noch rund 12 Prozent Spielraum nach oben. Jefferies-Analyst Lucas Ferhani lobte das operative Ergebnis als klaren Übertreffer der Erwartungen.
Vestas hat parallel ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 3 Milliarden dänischen Kronen, umgerechnet rund 400 Millionen Euro, angekündigt. Es soll ab dem 13. August starten und spätestens am 16. Dezember enden. Maximal 34 Millionen Aktien, entsprechend 3,4 Prozent des Grundkapitals, dürfen zurückgekauft werden. Als Zweck nennt das Unternehmen die Anpassung der Kapitalstruktur sowie die Bedienung aktienbasierter Vergütungsprogramme. Danske Bank fungiert als Lead Manager der Transaktion.
Die Erholung der Profitabilität kommt nicht aus dem Nichts. Vestas kämpfte über Jahre mit gestiegenen Kosten und Lieferkettenproblemen infolge der Coronavirus-Pandemie. Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass diese Belastungen zunehmend abklingen, während die strukturelle Nachfrage nach Windkraft-Kapazitäten hoch bleibt. Der Wettbewerber Nordex profitierte im Sog der Nachricht ebenfalls mit einem Kursplus von rund sechs Prozent.
Der Auftragsbestand für Windturbinen lag zum 30. Juni bei 36 Milliarden Euro. Inklusive Service-Vereinbarungen summiert sich der Gesamtbestand auf 76,9 Milliarden Euro — eine Größenordnung, die dem Unternehmen für die kommenden Jahre Planungssicherheit gibt.
Vestas Wind Systems-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vestas Wind Systems-Analyse vom 12. August liefert die Antwort:
Die neusten Vestas Wind Systems-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vestas Wind Systems-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Vestas Wind Systems: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...