Viking Therapeutics Aktie: Die Verwässerungs-Angst!
Neue Aktien und Wandelanleihen finanzieren die klinische Entwicklung; zuvor überzeugten Studiendaten zur Gewichtserhaltung.

Kurz zusammengefasst
- Aktie verlor 3,2 Prozent
- Finanzierung umfasst 500 Millionen Dollar
- VK2735-Studie zeigte anhaltenden Gewichtsverlust
- Oppenheimer erhöhte Kursziel auf 120 Dollar
Gestern verzeichnete die Aktie von Viking Therapeutics einen Kursrückgang von 3,2 Prozent auf 31,25 Euro. Auslöser für den jüngsten Abwärtsdruck waren Sorgen vor einer Verwässerung bestehender Anteile, nachdem das Biotech-Unternehmen eine aufgestockte Finanzierung im Gesamtvolumen von 500 Millionen $ festgesetzt hatte.
Die am Donnerstag finalisierte Kapitalmaßnahme setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. Viking Therapeutics platzierte 7.857.143 neue Stammaktien zu einem Ausgabepreis von je 35,00 $. Parallel dazu begab das Unternehmen vorrangige Wandelanleihen über 225,0 Millionen $.
Mit der Ausgabe von frischem Eigenkapital und Wandelschuldverschreibungen sichert sich das Unternehmen erhebliche Mittel für die weitere klinische Entwicklung.
Am Markt überwog bei den Anlegern jedoch die Skepsis über das wachsende Aktienangebot, da neue Anteilsscheine den Wert bestehender Positionen verwässern können. Auch eine zusätzliche Mehrzuteilungsoption für die beteiligten Konsortialbanken vergrößerte das potenzielle Angebot an Papieren weiter.
Starke Daten zur Adipositas-Erhaltungstherapie
Der Kapitalmaßnahme war eine deutliche Kurserholung vorausgegangen. Am Dienstag legte Viking Therapeutics positive Ergebnisse der Erhaltungsstudie VK2735-102 vor. Nach einer Einleitungsphase erzielten Patienten bei wöchentlicher Verabreichung von VK2735 eine Gewichtsabnahme von rund 16 bis 19 Prozent, während die Gabe von Placebo keine messbare Wirkung zeigte.
Besonders die verlängerten Dosierungsintervalle überzeugten: Bei zweiwöchentlicher Gabe blieben bis zu 97 Prozent des zuvor erzielten Gewichtsverlusts erhalten, bei monatlicher Dosierung waren es bis zu 90 Prozent. Magen-Darm-Nebenwirkungen lagen im Erhaltungszeitraum auf Placeboniveau. Laut Reuters trieben die Studiendaten den Kurs am Dienstag um 35,7 Prozent nach oben.
Die Aussicht auf längere Behandlungsabstände gilt im Markt für Adipositas-Therapien als entscheidender Wettbewerbsvorteil. Ein seltenerer Spritzenrhythmus kann die Therapietreue der Patienten deutlich verbessern und die Akzeptanz im Alltag erhöhen. Die gute Verträglichkeit während der Erhaltungsphase stärkt zudem das Profil des Wirkstoffkandidaten gegenüber bereits etablierten Konkurrenzpräparaten.
Analystenlob und nächste klinische Meilensteine
Die klinischen Fortschritte veranlassten auch die Analysten zu einer Neubewertung. Am Dienstag hob das Analysehaus Oppenheimer das Kursziel für Viking Therapeutics auf 120 $ an und bekräftigte seine Einstufung mit Outperform. Gleichzeitig schraubten die Experten die geschätzte Erfolgswahrscheinlichkeit für das Entwicklungsprogramm von zuvor 80 auf 90 Prozent nach oben.
Für den weiteren klinischen Verlauf stehen bereits nächste Wegmarken fest. Wie das Management am 14. September mitteilte, sind die beiden Phase-3-Studien VANQUISH-1 und VANQUISH-2 mit der injizierbaren Formulierung von VK2735 vollständig rekrutiert. Studiendaten werden in der zweiten Jahreshälfte 2027 erwartet, während noch im vierten Quartal eine Phase-3-Studie zur oralen Verabreichung starten soll.
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