VINCORION: 1,1 Milliarden Euro Auftragsbestand
Der Mehrheitsanteil von STAR Capital bei VINCORION sinkt, was den Streubesitz erhöht. Gleichzeitig profitiert der Rüstungszulieferer von wachsenden Aufträgen und starken operativen Zahlen.

Kurz zusammengefasst
- Greenshoe-Option von STAR Capital verfällt morgen
- Auftragsbestand über eine Milliarde Euro
- NATO-Vertrag für PATRIOT-Systeme bis 2030
- Umsatz- und Gewinnwachstum im Vorjahr
- Aktie bewertet günstiger als Branchenkollegen
Morgen verfällt die Greenshoe-Option des Mehrheitsaktionärs STAR Capital. Damit ändert sich die Eigentümerstruktur des Rüstungszulieferers VINCORION dauerhaft. Läuft das Instrument ungenutzt aus, rutscht der Stimmrechtsanteil des Investors unter die wichtige Marke von 50 Prozent. Die Folge: Ein Kontrollverlust, der die Aktie für neue Käuferschichten öffnet.
Mehr Streubesitz lockt Großinvestoren
Fällt der Anteil von STAR Capital, steigt automatisch der Streubesitz. Das macht das Papier für größere institutionelle Investoren attraktiver. Bereits jetzt halten Ankerinvestoren wie Fidelity International und Invesco Asset Management Papiere im Wert von rund 100 Millionen Euro.
Der nächste Stichtag folgt im Herbst. Dann endet die Sperrfrist für die direkte Beteiligung von STAR Capital. Ein möglicher Blockverkauf der verbleibenden Anteile könnte den Kurs belasten.
Operativer Rückenwind durch NATO-Aufträge
Auf operativer Ebene liefert der Rüstungskonzern Argumente. VINCORION koordiniert aktuell das EU-Verteidigungsprojekt SENTINEL. Erste Feldtests für autonome Energieversorgungsmodule laufen bereits. Diese Systeme kombinieren Photovoltaik mit Brennstoffzellen und sollen mobile Feldlager unabhängig mit Strom versorgen. Das von der EU finanzierte Programm gilt als Türöffner für künftige NATO-Beschaffungsverträge.
Einen solchen Rahmenvertrag hat das Unternehmen bereits gesichert. Die NATO-Beschaffungsagentur NSPA beauftragte die Modernisierung der PATRIOT-Stromversorgungssysteme in mehreren Mitgliedsstaaten. Die neue Hybridtechnik senkt den täglichen Betankungsbedarf pro Bataillon drastisch. Statt bisher 72 Vorgängen sind künftig nur noch 24 nötig. Der Vertrag läuft bis zum Ende des Jahrzehnts.
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Günstiger als die Konkurrenz
Die Auftragsbücher sind mit über einer Milliarde Euro prall gefüllt. Das schlägt sich in der Bilanz nieder. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz auf gut 240 Millionen Euro. Das operative Ergebnis sprang parallel dazu um 64 Prozent nach oben. Unter dem Strich verdoppelte der Zulieferer seinen Nettogewinn.
Für das laufende Jahr peilt der Vorstand Erlöse von bis zu 320 Millionen Euro an. Dieses Wachstum finanziert VINCORION komplett aus dem eigenen Cashflow. Das ist auch nötig. Der Börsengang brachte dem Unternehmen kein frisches Kapital ein. Die kompletten Platzierungserlöse flossen an den Altaktionär STAR Capital.
Im Mai legt das Management den ersten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen vor. Dieser Termin liefert den nächsten harten Datenpunkt. Dann muss der Vorstand belegen, dass die steigenden europäischen Verteidigungsbudgets in festen Bestellungen münden. Die aktuelle Bewertung bietet dabei einen Puffer. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 46 ist die Aktie deutlich günstiger als Sektor-Peers wie HENSOLDT oder Rheinmetall.
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