VINCORION: 39,9-Millionen-Euro-Projekt SENTINEL
Der Rüstungszulieferer beginnt mit praktischen Tests für ein autarkes Energieversorgungssystem im Rahmen eines EU-Projekts. Der Erfolg ist ein wichtiger Meilenstein nach dem Börsengang.

Kurz zusammengefasst
- Praktische Tests für autarke Stromversorgung laufen
- Unternehmen leitet internationales Konsortium des EU-Projekts
- Erster Quartalsbericht nach Börsengang steht im Mai an
- Aktie wird an der Börse bisher zurückhaltend bewertet
Der Rüstungszulieferer Vincorion liefert erstmals einen handfesten Beweis für seine Technologie. Seit wenigen Tagen laufen die Feldtests für das europäische Verteidigungsprojekt Sentinel. Das Unternehmen muss nun zeigen, dass es die Erwartungen nach dem jüngsten Börsengang erfüllt.
Das Ziel des Programms ist eine autarke Stromversorgung für mobile Feldlager. Vincorion steuert dafür die Kernkomponenten bei. Ein Stromgenerator und ein Energiespeicher sollen die Truppen künftig unabhängig von externer Infrastruktur machen. Die praktischen Tests laufen derzeit an der Universität der Bundeswehr in München.
Internationale Einsätze in den Niederlanden und auf Aruba folgen im nächsten Schritt. Innerhalb des knapp 40 Millionen Euro schweren EU-Projekts verantwortet das Unternehmen aus Wedel die Speicherung der Energie. Intelligente Netzsteuerungen verknüpfen dabei verschiedene Stromquellen. Das verringert die Abhängigkeit von Dieselgeneratoren und sichert militärische Versorgungslinien.
Strategischer Türöffner für die NATO
Die neuen Systeme kombinieren Photovoltaik und Brennstoffzellen. Sie sind speziell für extreme Bedingungen wie Hitze und Staub ausgelegt. Vincorion führt das internationale Konsortium an. Diese Rolle gilt als strategisches Sprungbrett für künftige Beschaffungsverträge der NATO. Der Zulieferer rüstet bereits die Luftverteidigungssysteme Patriot und Iris-T aus.
Trotz dieser Marktposition bewertet die Börse die Aktie bisher zurückhaltend. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 46 ist das Papier deutlich günstiger als die Konkurrenz. Wettbewerber wie Rheinmetall oder Hensoldt weisen teils doppelt so hohe Bewertungen auf. Ein Grund für den Abschlag ist die kurze Historie auf dem Parkett. Der Börsengang fand erst im März statt.
Selbstfinanziertes Wachstum
Das operative Geschäft wächst rasant. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz auf rund 240 Millionen Euro. Der Nettogewinn verdoppelte sich zeitgleich auf gut 19 Millionen Euro. Ein strukturelles Merkmal bleibt dabei bestehen.
Der Börsengang war ein reiner Ausstieg für den Finanzinvestor Star Capital. Es floss kein frisches Kapital in die Kassen. Die Folge: Vincorion finanziert seine ehrgeizigen Wachstumspläne vollständig aus eigenen Mitteln. Die Basis dafür bildet der operative Cashflow von zuletzt 38 Millionen Euro.
Der erste große Test im Mai
Im Mai veröffentlicht der Konzern seinen ersten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen. Die Zahlen müssen belegen, dass steigende nationale Verteidigungsbudgets bereits neue Aufträge generieren. Vincorion peilt einen adressierbaren Markt von geschätzt 12 Milliarden Euro an. Dieser soll bis zum Ende des Jahrzehnts jährlich um acht Prozent wachsen.
Ein weiteres Ereignis wirft bereits seine Schatten voraus. Im Herbst läuft die Haltefrist für den Hauptaktionär Star Capital ab. Der Investor hält noch knapp die Hälfte der Anteile. Verkauft er nach Ablauf der 180 Tage größere Aktienpakete, droht dem Kurs ein massiver Angebotsüberhang.
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