Vincorion Aktie: Minus 7,1 Millionen Euro Free Cashflow
Rüstungszulieferer Vincorion steigert Umsatz um 40 Prozent, die Profitabilität sinkt jedoch. Analysten sehen gemischtes Bild.

Kurz zusammengefasst
- Umsatzsprung um 40 Prozent
- Auftragseingang fast vervierfacht
- EBIT-Marge fällt auf 18 Prozent
- Aktie verliert über vier Prozent
Volle Auftragsbücher, schwache Kurse. Bei Vincorion klaffen operatives Wachstum und die Reaktion der Börse derzeit auseinander. Der Rüstungszulieferer wächst rasant. Die Profitabilität hält dieses Tempo allerdings nicht.
Aufträge explodieren
Der Konzernumsatz kletterte im ersten Quartal um 40 Prozent auf 69 Millionen Euro. Der Auftragseingang vervierfachte sich fast auf rund 149 Millionen Euro. Ein massiver Sprung.
Der gesamte Auftragsbestand summiert sich mittlerweile auf 1,2 Milliarden Euro. Der Anteil der festen Bestellungen wuchs dabei deutlich. Vincorion profitiert spürbar von der hohen Nachfrage nach elektrischen Rettungswinden und taktischen Energiesystemen.
Kosten bremsen den Gewinn
Trotz des Booms sinkt die Profitabilität. Die bereinigte EBIT-Marge fiel im Jahresvergleich auf 18,0 Prozent. Im Vorjahr standen hier noch 19,4 Prozent.
Das Management nennt klare Gründe. Höhere Kosten nach dem Börsengang belasten das Ergebnis. Parallel dazu fallen Forschungs- und Entwicklungsausgaben geballt an.
Auch die Liquidität leidet unter dem Wachstum. Der Free Cashflow rutschte auf minus 7,1 Millionen Euro ab. Steuernachzahlungen und der Aufbau von Working Capital für die Produktion zehrten die Mittel auf.
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Ausblick und Kursrutsch
JPMorgan-Analyst David Perry sieht ein gemischtes Bild. Er lobt die starke Umsatzentwicklung. Die Margenschwäche fällt ihm jedoch negativ auf. Vincorion baut derweil seine Kapazitäten in Altenstadt, Essen und Wedel aus, um die Nachfrage abzuarbeiten.
Für das Gesamtjahr hält der Vorstand Kurs. Das Management erwartet einen Umsatz von bis zu 320 Millionen Euro.
Die Zielmarge liegt zwischen 18 und 19 Prozent. Mittelfristig peilt der Rüstungszulieferer sogar eine Umsatzrendite von rund 20 Prozent an.
An der Börse nehmen Investoren Gewinne mit. Am Freitag schloss die Aktie bei 21,10 Euro. Das entspricht einem Tagesverlust von 4,44 Prozent.
Auf Monatssicht steht noch ein Plus von satten 27 Prozent auf der Tafel. Der Abstand zum jüngsten Rekordhoch wächst jedoch. Mit einem RSI-Wert von 22,1 gilt die Aktie kurzfristig als überverkauft.
Die Auftragsdeckung für das laufende Jahr liegt bereits bei über 90 Prozent. Erreicht Vincorion im zweiten Halbjahr die anvisierte Marge, bietet der aktuelle Rücksetzer eine solide Basis für den weiteren Kursverlauf.
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