VINCORION: Quartalszahlen am 7. Mai

Nach dem Börsengang verliert Star Capital die Mehrheit an Vincorion. Institutionelle Anleger steigen ein, während die Aktie moderate Bewertung zeigt.

Redaktion Stock-World ·
VINCORION Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Star Capital-Anteil sinkt auf 48,63 Prozent
  • Fidelity, Invesco und T. Rowe Price eingestiegen
  • KGV von 46 unter Branchenwerten
  • Erste Quartalszahlen am 7. Mai erwartet

Der Rüstungszulieferer Vincorion schwimmt sich nach einem holprigen Börsendebüt frei. Das Sicherheitsnetz der begleitenden Banken ist weg. Seit dem Auslaufen der Greenshoe-Option bestimmt allein der freie Markt den Kurs. Das verändert die Machtverhältnisse im Aktionärsregister grundlegend.

J.P. Morgan übte die Mehrzuteilungsoption teilweise aus und erwarb rund 2,1 Millionen Aktien. Mit dem regulären Ende dieser Frist rutschte der Anteil des Finanzinvestors Star Capital auf 48,63 Prozent. Damit verliert der bisherige Mehrheitsaktionär seine absolute Dominanz.

Ein höherer Streubesitz macht den Titel für institutionelle Adressen attraktiver. US-Großinvestoren wie Fidelity, Invesco und T. Rowe Price haben sich bereits positioniert. Sie halten laut Register jeweils rund vier Prozent der Anteile.

Moderate Bewertung im Branchenvergleich

Operativ wuchs Vincorion in den vergangenen drei Jahren im Schnitt um 22 Prozent. Trotz dieser Dynamik fällt der Bewertungsabschlag zur Konkurrenz auf. Die Aktie wird aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 46 gehandelt.

Bei Branchenkollegen zahlen Investoren deutlich höhere Aufschläge. Renk kommt auf einen Wert von 53, während Hensoldt und Rheinmetall massiv teurer bewertet werden. An der Börse spiegelt sich das in einer leichten Erholung wider. Nach einem Tief Mitte April beendete die Aktie den Freitagshandel bei 17,58 Euro.

Auftragsbücher und Lock-up-Frist

Am 7. Mai legt Vincorion erstmals als börsennotiertes Unternehmen Quartalszahlen vor. Das Management peilt für das laufende Jahr einen Umsatz von bis zu 320 Millionen Euro an. Basis dafür ist ein prall gefüllter Auftragsbestand von über einer Milliarde Euro.

Der nächste strukturelle Stichtag folgt im Herbst. Dann endet die 180-tägige Lock-up-Frist für das verbliebene Aktienpaket von Star Capital. Der Investor hält direkt noch 47,5 Prozent der Papiere. Ein Verkauf dieser Tranche würde das Angebot am Markt spürbar erhöhen und die Aktionärsstruktur ein weiteres Mal neu ordnen.

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