VINCORION: STAR-Anteil fällt unter 50 Prozent
Star Capital hält nur noch 48,6 Prozent an Vincorion. Der Streubesitz steigt, ein sofortiger Ausstieg ist durch eine Sperrfrist blockiert.

Kurz zusammengefasst
- Star Capital-Anteil sinkt unter 50 Prozent
- Greenshoe-Option läuft planmäßig aus
- Aktie überwindet Ausgabepreis von 17 Euro
- Auftragsbestand von 1,1 Milliarden Euro
Der Rüstungszulieferer Vincorion hat einen Meilenstein seiner noch jungen Börsengeschichte passiert. Mit dem Ablauf der Greenshoe-Option verschiebt sich die Aktionärsstruktur massiv. Der Finanzinvestor Star Capital verliert die Mehrheit der Stimmrechte. Für die Aktie bedeutet das mehr Streubesitz – und möglicherweise eine neue Dynamik.
Neue Machtverhältnisse
Eine offizielle Stimmrechtsmitteilung vom Freitag bestätigt den Vorgang formell. Star Capital hält nunmehr 48,63 Prozent der Stimmrechte. Zuvor lag der Anteil inklusive der Platzierungsreserve bei knapp 53 Prozent.
Ein sofortiger Exit des Finanzinvestors steht allerdings nicht bevor. Der verbleibende direkte Anteil unterliegt einer 180-tägigen Sperrfrist. Größere Aktienverkäufe sind damit bis in den Herbst blockiert.
Rückkehr über den Ausgabepreis
Parallel dazu hellt sich das Chartbild auf. Fast zwei Monate nach dem Debüt in Frankfurt hat das Papier seinen Ausgabepreis von 17 Euro zurückerobert. Zuletzt notierte der Titel bei 17,71 Euro. Das hievt die Marktkapitalisierung auf fast 900 Millionen Euro.
Günstig ist der Rüstungswert aus Bewertungssicht nicht. Auf Basis der Vorjahresergebnisse errechnet sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 46. Im Sektorvergleich wirkt das jedoch moderat. Branchenkollegen wie Renk oder Hensoldt weisen deutlich höhere Kennzahlen auf.
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Volle Auftragsbücher
Das Fundament für diese Bewertung lieferte das abgelaufene Geschäftsjahr. Der Umsatz kletterte um 18 Prozent auf rund 240 Millionen Euro. Das operative Ergebnis sprang um fast zwei Drittel nach oben.
Ein Auftragsbestand von 1,1 Milliarden Euro sichert die weitere Auslastung. Hinzu kommt ein lukratives Servicegeschäft. Mehr als die Hälfte der Erlöse stammen aus der margenstarken Wartung und dem Ersatzteilverkauf.
Der erste Härtetest nach dem Wegfall der Kursstabilisierung folgt am 7. Mai. Dann präsentiert Vincorion die Zahlen für das abgelaufene Quartal. Das Management peilt für das Gesamtjahr Erlöse von bis zu 320 Millionen Euro an — gestützt auf einen zweistelligen operativen Cashflow.
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