Vital Farms Aktie: Pomerantz reicht Sammelklage ein

Vital Farms kämpft mit IT-Panne, Sammelklage und fallenden Eierpreisen. Ein Sparkurs mit Stellenabbau soll die Wende bringen.

Dieter Jaworski ·

Kurz zusammengefasst

  • Sammelklage wegen fehlerhaftem Software-Update
  • Bruttomarge bricht auf 28,3 Prozent ein
  • Investitionen um fast die Hälfte gekürzt
  • Rückzug aus dem Buttergeschäft bis Ende 2026

Vital Farms kämpft an mehreren Fronten. Ein missglücktes Software-Update, rechtliche Schritte und ein Überangebot am Eiermarkt belasten das Unternehmen schwer. Die Aktie markierte am Montag bei 7,70 Euro ein neues Jahrestief.

IT-Panne mit rechtlichen Folgen

Die Kanzlei Pomerantz LLP hat eine Sammelklage gegen den Eierproduzenten eingereicht. Im Zentrum steht die Umstellung auf ein neues System zur Ressourcenplanung. Die Implementierung verursachte massive Verzögerungen bei Produktion und Versand. In der Folge verlor Vital Farms wertvolle Regalflächen im Einzelhandel. Das Volumenwachstum blieb deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück.

Preisverfall am Eiermarkt

Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2026 zwar um 15,4 Prozent auf 187,2 Millionen Dollar. Parallel dazu brach jedoch die Profitabilität ein. Die Bruttomarge sank auf 28,3 Prozent, nach 38,5 Prozent im Vorjahr. Unterm Strich verbuchte das Unternehmen einen Nettoverlust von 1,5 Millionen Dollar.

Ein marktweites Überangebot zwang Vital Farms zu Notverkäufen. Überschüssige Bestände gingen zu Schleuderpreisen in den Großhandel. Zeitweise fielen die Preise für Verarbeitungs-Eier auf 0,10 Dollar pro Dutzend. Das reduzierte den Bruttogewinn um fast fünf Millionen Dollar.

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Radikaler Sparkurs

Die Führung reagiert mit einem harten Sparprogramm. Die geplanten Investitionsausgaben für 2026 sinken um fast die Hälfte auf 70 bis 75 Millionen Dollar. Der Bau einer neuen Anlage im US-Bundesstaat Indiana wird verlangsamt. Zudem pausiert das Unternehmen den Ausbau neuer Partnerfarmen.

Der Konzern zieht sich bis Ende 2026 komplett aus dem Buttergeschäft zurück. Die Ressourcen sollen stattdessen in die Kernkategorie Ei fließen. Zehn Prozent der Stellen in der Verwaltung fallen weg, um die Kostenstruktur zu verschlanken.

Trotz des Kurssturzes von fast 70 Prozent seit Jahresbeginn sieht das Management Lichtblicke. Das Unternehmen verfügt über rund 51 Millionen Dollar an liquiden Mitteln und ist schuldenfrei. Im dritten Quartal 2026 soll das Absatzvolumen wieder steigen. Das Management plant, die Preislücke zur Konkurrenz zu schließen und so Marktanteile zurückzugewinnen.

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Vital Farms Aktie

8,94 USD

– 0,58 USD -6,09 %
KGV 8,60
Sektor Verbraucher defensiv
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 383,07 Mio. USD
ISIN: US92847W1036 WKN: A2QAN3

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