Voestalpine Aktie: 100 Millionen Euro Zollrückerstattung

Voestalpine startet mit deutlichem Gewinnsprung ins Geschäftsjahr 2026/27. Einmaleffekte aus Zollrückzahlungen treiben das Ergebnis, Analysten erhöhen das Kursziel.

Redaktion Stock-World ·
Moderne industrielle Stahlproduktion in atmosphärischem Licht, symbolisiert wirtschaftliche Erholung und Industrie. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Umsatz steigt auf vier Milliarden Euro
  • EBITDA klettert dank Sondereffekten auf 495 Millionen
  • Erste Group hebt Kursziel auf 55,30 Euro
  • Prognose für Gesamtjahr bleibt unverändert

Der österreichische Stahl- und Technologiekonzern Voestalpine ist mit einem deutlichen Ergebnisplus in das neue Geschäftsjahr 2026/27 gestartet. Wie das Unternehmen am 5. August mitteilte, kletterte der Umsatz im ersten Quartal auf 4,0 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 3,9 Milliarden Euro erzielt wurden, entspricht dies einer leichten Steigerung.

Signifikanter Ergebnissprung im ersten Quartal

Besonders deutlich fielen die Zuwächse bei den Ergebniskennzahlen aus. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 495 Millionen Euro, nachdem im ersten Quartal des Vorjahres noch 361 Millionen Euro zu Buche standen. Parallel dazu stieg das EBIT auf 307 Millionen Euro und übertraf damit den Vorjahreswert signifikant.

Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hatten Einmaleffekte in Höhe von rund 100 Millionen Euro. Laut einem Bericht von Reuters handelt es sich dabei primär um Rückerstattungen von US-Zöllen, die der Konzern bereits weitgehend verbuchen konnte. Unter Berücksichtigung dieser Sondereffekte stieg der Gewinn nach Steuern auf 196 Millionen Euro, während der Gewinn vor Steuern mit 279 Millionen Euro ausgewiesen wurde.

Stabile Finanzlage und logistische Flexibilität

Neben der rein operativen Entwicklung verbesserte der Konzern auch seine Liquiditätssituation. Laut Unternehmensangaben lag der Free Cashflow im Berichtszeitraum bei 224 Millionen Euro. Gleichzeitig konnte die Nettofinanzverschuldung weiter reduziert werden, was die finanzielle Basis für den weiteren Jahresverlauf stärkt.

Auf aktuelle operative Herausforderungen reagierte das Unternehmen zuletzt mit logistischer Flexibilität. Medienberichten zufolge verlegte Voestalpine am 7. August ihre Warenströme, die normalerweise über die Donau transportiert werden, vollständig auf die Bahn. Grund hierfür ist das anhaltende Niedrigwasser, das die Binnenschifffahrt auf der Wasserstraße beeinträchtigt.

Analysten heben Kursziel deutlich an

Die positiven Quartalszahlen lösten bei Marktbeobachtern optimistische Reaktionen aus. Die Experten der Erste Group reagierten am 7. August mit einer Heraufstufung der Aktie von „hold“ auf „accumulate“. In diesem Zusammenhang wurde auch das Kursziel massiv angepasst: Statt der bisherigen 39,50 Euro trauen die Analysten dem Papier nun 55,30 Euro zu.

Am Markt zeigte sich der Wert dennoch zuletzt mit leichten Abgaben. Die Aktie schloss gestern mit einem Minus von 1,7 % bei 46,42 €. Damit notiert das Papier aktuell rund 5,7 % unter seinem 52-Wochen-Hoch, das Ende Februar markiert wurde.

Ausblick für das Gesamtjahr bekräftigt

Trotz der konjunkturellen Unwägbarkeiten hält das Management an seinen Zielen fest. Voestalpine bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr 2026/27 und erwartet weiterhin ein EBITDA in einer Spanne von 1,60 Milliarden Euro bis 1,85 Milliarden Euro.

Zum Ende des ersten Quartals beschäftigte der Konzern weltweit rund 48.640 Mitarbeiter, was einem Rückgang von 1,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Unternehmen sieht sich durch die Realisierung der Zollrückerstattungen und die operative Stabilität gut positioniert, um die Ziele für die kommenden Monate zu erreichen.

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Voestalpine Aktie

45,16 EUR

+ 0,36 EUR +0,80 %
KGV 15,09
KUV 0,51
Sektor Grundlegende Materialien
Div.-Rendite 1,62 %
Marktkapitalisierung 7,99 Mrd. EUR
Ø Kursziel 52,08 EUR
ISIN: AT0000937503 WKN: 897200

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