Voestalpine Aktie: 5,22 Prozent Sprung auf 43,94 Euro
Schwache US-Jobdaten beflügeln die Voestalpine-Aktie. Der Stahlkonzern verzeichnet einen deutlichen Tagesgewinn und kehrt in die Gewinnzone zurück.

Kurz zusammengefasst
- Aktie steigt um über fünf Prozent
- US-Arbeitsmarktdaten als Auslöser
- Jahresplus von knapp 14 Prozent
- Charttechnisch neutrale Lage signalisiert
Ein schwacher Arbeitsmarkt in den USA beflügelt einen österreichischen Stahlkonzern. Diese scheinbare Logiklücke bescherte der Voestalpine am Freitag einen deutlichen Kurssprung. Die Aussicht auf sinkende Zinsen weckte branchenübergreifend den Risikoappetit der Anleger.
Die Aktie kletterte um 5,22 Prozent nach oben. Zum Handelsschluss in Wien stand ein Kurs von 43,94 Euro auf der Anzeigetafel. Der entscheidende Impuls kam dabei von jenseits des Atlantiks. Enttäuschende US-Jobdaten nährten die Hoffnung auf eine baldige Lockerung der amerikanischen Geldpolitik. Der breite europäische Markt feierte diese Zinsfantasie mit steigenden Kursen.
Zurück in der Gewinnzone
Auf Wochensicht rettet der starke Freitag ein Plus von 5,37 Prozent. Damit durchbricht das Papier eine kurze Schwächephase des vergangenen Monats. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursgewinn nun auf ansehnliche 13,66 Prozent. Wer vor rund einem Jahr einstieg, freut sich sogar über einen Zuwachs von mehr als 85 Prozent.
Charttechnik signalisiert Entspannung
Charttechnisch hat sich die Lage merklich stabilisiert. Der Kurs nähert sich wieder dem 50-Tage-Durchschnitt bei 44,87 Euro an. Den langfristigen 200-Tage-Durchschnitt von 40,01 Euro ließ die Aktie ohnehin längst hinter sich. Ein RSI-Wert von 49,7 zeigt einen völlig neutralen Markt an. Das Papier ist damit aktuell weder überkauft noch überverkauft.
Die Freude über die geldpolitischen Hoffnungen überdeckt die branchenspezifischen Probleme jedoch nur kurz. Regulatorische Vorgaben und anhaltende Handelskonflikte belasten den Stahlsektor weiterhin. Die Folge: hohe Schwankungen. Mit einer annualisierten Volatilität von 39 Prozent bleibt das Wertpapier ein unruhiges Investment. Um das 52-Wochen-Hoch bei 49,22 Euro erneut ins Visier zu nehmen, braucht der Linzer Konzern nun handfeste positive Impulse aus dem operativen Geschäft.
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