Voestalpine Aktie: Dividende soll auf 1,00 Euro steigen
Deutsche Bank-Analysten bestätigen Kaufempfehlung für Voestalpine bei 57 Euro. Neue Dividendenpolitik und Jahresbericht am 3. Juni im Fokus.

Kurz zusammengefasst
- Kursziel von 57 Euro bestätigt
- Neue Dividendenregel mit Mindestsatz
- EBITDA stieg um 7,2 Prozent
- Jahresbericht entscheidet über Ausschüttung
Der Linzer Stahlkonzern Voestalpine bekommt Rückendeckung von den Analysten der Deutschen Bank. Trotz leicht gesenkter Gewinnprognose halten sie an ihrem Kursziel von 57 Euro fest — und an der Kaufempfehlung. Im Fokus steht nun der Jahresbericht am 3. Juni.
Für Anleger ist vor allem die neue Dividendenpolitik spannend.
Entscheidende Schwelle
Das neue Regelwerk ist klar: Liegt das Verhältnis von Nettoschulden zu EBITDA unter dem Faktor 2,0, fließen 30 Prozent des Gewinns je Aktie an die Aktionäre. Überschreitet die Verschuldung diese Schwelle, gibt es nur eine garantierte Mindestdividende von 0,40 Euro.
Die Analysten sind optimistisch. Sie prognostizieren für 2025/26 eine Ausschüttung von 0,60 Euro je Aktie. In den Folgejahren soll sie auf 0,70 Euro (2026/27) und schließlich auf 1,00 Euro (2027/28) steigen — eine Verdopplung innerhalb von drei Jahren.
Ob die erste Zahlung unter dem neuen Modell an der Untergrenze oder darüber liegt, entscheidet der Jahresbericht.
Solide Ausgangslage
Die ersten drei Quartale liefern Rückenwind. Das EBITDA stieg um 7,2 Prozent auf eine Milliarde Euro, die Nettoverschuldung sank um mehr als ein Viertel auf 1,4 Milliarden Euro.
Parallel dazu legte das EBIT um 20,9 Prozent auf 473 Millionen Euro zu. Der freie Cashflow drehte mit 345 Millionen Euro klar ins Positive.
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Für das Gesamtjahr hält Voestalpine an der EBITDA-Prognose von 1,4 bis 1,55 Milliarden Euro fest.
Die Analysten Bastian Synagowitz und Liam Fitzpatrick erwarten für das Schlussquartal einen weiteren deutlichen EBITDA-Anstieg. Begründung: die starke Entwicklung in den Bereichen Stahl und Metallbau.
Zollrisiko bleibt
Die Aktie hat zuletzt kräftig zugelegt — fast 97 Prozent in zwölf Monaten. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp 19 Prozent zu Buche.
Das 52-Wochen-Hoch bei 49,10 Euro ist die nächste technische Hürde. Belastend bleibt das handelspolitische Umfeld.
Das Management erwartet durch das verschärfte US-Zollregime einen negativen Ergebniseffekt von 60 bis 80 Millionen Euro. Strukturellen Rückenwind liefert hingegen Brüssel: Seit Januar 2026 müssen Stahlimporteure EU-Zertifikate zu europäischen Preisen kaufen, was Importe aus China und der Türkei um 40 bis 70 Euro je Tonne verteuert.
Am 3. Juni legt der Konzern die vollständigen Jahresergebnisse vor – dann zeigt sich, ob die Kennzahlen für die höhere Dividende reichen. Knapp einen Monat später, am 1. Juli, folgt die Hauptversammlung.
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