Voestalpine Aktie: EBITDA auf 1,5 Milliarden Euro gestiegen
Voestalpine steigert operatives Ergebnis und Dividende, kündigt ehrgeizige Ziele für 2026/27 an und treibt die grüne Stahlproduktion voran.

Kurz zusammengefasst
- EBITDA steigt auf 1,5 Milliarden Euro
- Dividende auf 0,75 Euro erhöht
- Start der Elektroöfen für 2027 geplant
- Erste Group stuft Aktie auf Kauf
Der österreichische Stahl- und Technologiekonzern Voestalpine blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025/26 zurück. Mit einem deutlichen Plus beim operativen Ergebnis und einer angehobenen Dividende sendet das Unternehmen positive Signale an den Kapitalmarkt. Die jüngsten Finanzberichte zeigen eine robuste Verfassung des Konzerns, der trotz eines herausfordernden Marktumfelds seine Profitabilität steigern konnte. Analysten reagierten prompt auf die vorgelegten Zahlen und die künftigen Wachstumsaussichten.
Finanzielle Kennzahlen und höhere Dividende
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 konnte die Voestalpine ihr operatives Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) um 140 Millionen Euro auf rund 1,5 Milliarden Euro steigern. Noch deutlicher fiel das Wachstum beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) aus, das ein Plus von 270 Millionen Euro verzeichnete. Diese Ergebnisverbesserung schlägt sich direkt in der Ausschüttungspolitik nieder: Das Management schlägt eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie vor, was eine Steigerung gegenüber den 0,60 Euro des Vorjahres darstellt.
Für das neue Geschäftsjahr 2026/27 setzt sich das Unternehmen ambitionierte Ziele. Das EBITDA soll laut der aktuellen Prognose in einer Spanne zwischen 1,6 und 1,85 Milliarden Euro liegen. Diese Zuversicht speist sich aus einem soliden Auftragsbestand in den Schlüsselindustrien. Im Bereich der Bahninfrastruktur sicherte sich der Konzern Aufträge im Wert von etwa 500 Millionen Euro. Besonders hervorzuheben ist die Sparte Aerospace, in der für die kommenden fünf Jahre ein Auftragsvolumen von rund einer Milliarde Euro verbucht werden konnte.
Strategische Weichenstellung mit greentec steel
Ein zentraler Pfeiler der langfristigen Konzernstrategie ist die Dekarbonisierung der Produktion unter dem Namen „greentec steel“. Das Unternehmen bereitet intensiv den Übergang zur elektrostahlbasierten Produktion vor. Zwischen Februar und Mai 2027 ist der Start der neuen Elektrolichtbogenöfen an den Standorten Linz und Donawitz geplant. Dieses Großprojekt soll maßgeblich dazu beitragen, die CO2-Emissionen des Konzerns bis zum Jahr 2029 um 30 Prozent zu senken.
Neben den industriellen Großprojekten setzt Voestalpine auch auf gesellschaftliche Akzente und regionale Verankerung. Wie am Freitag bekannt wurde, unterstützt die Steel Division des Konzerns künftig den Fußballclub Blau-Weiß Linz als Platin-Partnerin. Das Sponsoring konzentriert sich dabei auf das Frauen- und Nachwuchsteam. Voestalpine-Vorstand Zajicek betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung gemeinsamer Werte. Das Logo des Konzerns wird künftig auf den Trikots sowie im Stadion und im Trainingszentrum präsent sein.
Analystenlob und Marktentwicklung
Die Experten der Erste Group reagierten am Freitag auf die positive operative Entwicklung und erhöhten ihre Empfehlung für die Aktie auf „Kauf“. Diese Einschätzung wird durch die Kursentwicklung der vergangenen Monate untermauert. Seit Jahresbeginn verzeichnete der Titel bereits einen Zuwachs von 23,31 %. Damit gehört das Papier zu den starken Performern im bisherigen Börsenjahr.
Zwar schloss die Aktie am Freitag bei 46,56 Euro leicht im Minus, doch der mittelfristige Trend bleibt stabil. Der aktuelle Kurs notiert mit einem Abstand von 4,16 % über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 44,70 Euro. Damit bleibt das Papier in Reichweite seines 52-Wochen-Hochs von 49,22 Euro, das Ende Februar markiert wurde. Die Kombination aus steigenden Gewinnen, einer attraktiven Dividendenrendite und dem Fortschritt bei nachhaltigen Stahltechnologien liefert dem Markt derzeit Argumente für eine Fortsetzung des positiven Momentums.
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