Für die Papiere des österreichischen Stahlkonzerns prallen im März zwei völlig gegensätzliche Marktkräfte aufeinander. Während die bevorstehende Aufnahme in den Elite-Index ATX five eigentlich für strukturelle Nachfrage sorgen sollte, drückt eine überraschende Kapitalmaßnahme auf die Stimmung. Investoren müssen nun abwägen, welcher Effekt kurzfristig die Oberhand gewinnt.
Auslöser für die aktuelle Zurückhaltung ist eine Ad-hoc-Meldung von Anfang des Monats. Voestalpine stockt die 2023 begebenen Wandelanleihen um bis zu 35 Millionen Euro auf ein Maximalvolumen von 285 Millionen Euro auf. Da die Platzierung bei institutionellen Investoren unter Ausschluss von Bezugsrechten in der zweiten Märzhälfte erfolgt, sichern viele Marktteilnehmer ihre Positionen über Leerverkäufe ab. Dieser typische Reflex an den Finanzmärkten erklärt den jüngsten Kursrückgang auf 40,56 Euro, was einem Tagesverlust von 3,29 Prozent entspricht.
Strukturelle Nachfrage in Sicht
Dem Verkaufsdruck steht jedoch ein nahendes Großereignis gegenüber. Ab dem 23. März rückt das Unternehmen für den Energieversorger Verbund in den ATX five auf. Diese Beförderung in die Riege der fünf höchstgewichteten Titel Österreichs zwingt indexnachbildende Fonds zu automatischen Käufen. Unabhängig vom aktuellen Kursniveau müssen diese passiven Vehikel in den kommenden Tagen Umschichtungen vornehmen, was das Angebot an verfügbaren Papieren am Markt verknappen wird.
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Operatives Fundament bleibt stabil
Abseits dieser kurzfristigen Marktdynamik präsentiert sich das Kerngeschäft robust. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres kletterte der Vorsteuergewinn um beachtliche 46,5 Prozent, während die Nettoverschuldung deutlich auf 1,4 Milliarden Euro gesenkt wurde. Auch am Jahresausblick mit einem erwarteten EBITDA von bis zu 1,55 Milliarden Euro hält das Management fest. Flankiert wird diese Entwicklung von einer neuen Dividendenpolitik, die Aktionären künftig eine Mindestausschüttung von 0,40 Euro je Anteilsschein garantiert.
Sobald die Platzierung der Wandelanleihe in der zweiten Monatshälfte abgeschlossen ist, entfällt ein wesentlicher technischer Bremsklotz für den Kurs. Mit dem parallel greifenden Nachfrageschub durch die ATX-five-Aufnahme am 23. März rücken die soliden operativen Zahlen sowie die strategischen Fortschritte beim milliardenschweren Dekarbonisierungsprogramm wieder in den Vordergrund der Preisbildung.
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