Voestalpine Aktie: Gewinn deutlich gesteigert

Der österreichische Stahlkonzern steigert sein operatives Ergebnis und den Gewinn deutlich, obwohl die Erlöse sinken. Die laufenden Umstrukturierungen zeigen positive Wirkung auf Profitabilität und Bilanz.

Eduard Altmann ·
Voestalpine Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Vorsteuergewinn steigt um 46,5 Prozent
  • Umsatzrückgang durch Portfoliobereinigung
  • Free Cashflow dreht deutlich ins Plus
  • Jahresprognose wird bekräftigt

Der österreichische Stahlkonzern hat heute seine Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025/26 (April bis Dezember 2025) vorgelegt – und kann dabei trotz Umsatzrückgang mit deutlich verbesserten Ergebniszahlen aufwarten. Das Ergebnis vor Steuern kletterte um satte 46,5 Prozent auf 372 Millionen Euro. Doch wie passt das zusammen?

Reorganisation drückt Umsatz, hebt Profitabilität

Die Umsatzerlöse sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,1 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür sind vor allem die laufenden Restrukturierungsmaßnahmen: Die Portfoliobereinigung in der High Performance Metals Division ist weitgehend abgeschlossen, darunter der Verkauf der Buderus Edelstahl in Wetzlar und die Veräußerung der voestalpine BÖHLER Profil.

Gleichzeitig zahlen sich diese Maßnahmen bereits aus. Das operative Ergebnis (EBITDA) verbesserte sich um 7,2 Prozent auf 1 Milliarde Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) legte sogar um knapp 21 Prozent auf 473 Millionen Euro zu. Der Gewinn nach Steuern stieg um 25,1 Prozent auf 259 Millionen Euro.

Besonders bemerkenswert: Der Free Cashflow drehte im Vorjahresvergleich deutlich ins Plus und erreichte 345 Millionen Euro. Die Nettofinanzverschuldung sank trotz hoher Investitionen in das Transformationsprojekt „greentec steel“ um 27,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Die Gearing Ratio verbesserte sich von 26,2 auf 18,7 Prozent – ein klares Zeichen für die solide Bilanzstruktur.

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Unterschiedliche Entwicklung in den Sparten

Die einzelnen Geschäftsbereiche zeigen ein gemischtes Bild. Während Railway Systems und der Luftfahrtbereich weiterhin von starker Nachfrage profitieren, verharren Bau- und Maschinenbauindustrie auf niedrigem Niveau. Der Bereich Automotive Components leidet unter der schwachen Automobilproduktion in Europa – hier läuft die Neuaufstellung der deutschen Standorte planmäßig.

Die Beschäftigtenzahl (Vollzeitäquivalente) sank im Jahresvergleich um 3,8 Prozent auf 48.700 Mitarbeiter. CEO Herbert Eibensteiner betont, man reagiere rasch und passe sich an. Parallel zu den Effizienzmaßnahmen setzt der Konzern auf internationale Wachstumsprojekte in den Bereichen Bahninfrastruktur, Lagersysteme und Luftfahrt.

Ausblick bestätigt

Für das Gesamtjahr 2025/26 bekräftigt Voestalpine die bisherige Prognose eines EBITDA zwischen 1,4 und 1,55 Milliarden Euro. Nach den Unsicherheiten zu Jahresbeginn im Zuge der wirtschaftspolitischen Neuausrichtung der USA scheint sich die globale Wirtschaft weitgehend an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst zu haben. Für das Schlussquartal rechnet der Vorstand mit einer Fortsetzung der bisherigen Trends.

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Voestalpine Aktie

39,44 EUR

+ 0,20 EUR +0,51 %
KGV 29,57
Sektor Grundlegende Materialien
Div.-Rendite 1,61 %
Marktkapitalisierung 6,64 Mrd. EUR
ISIN: AT0000937503 WKN: 897200

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