Voestalpine Aktie: Gewinn steigt um 138 Prozent
Voestalpine übertrifft mit einem Gewinnplus von 138 Prozent die Erwartungen und senkt die Verschuldung auf den tiefsten Stand seit 2005.

Kurz zusammengefasst
- Konzernergebnis steigt auf 424 Millionen Euro
- Nettoverschuldung fällt auf 1,3 Milliarden Euro
- Großaufträge von Airbus und Deutscher Bahn
- Dividende soll auf 0,75 Euro angehoben werden
Schuldenberg auf Tiefstand, Gewinn mehr als verdoppelt — Voestalpine legt für das Geschäftsjahr 2025/26 die stärksten Zahlen seit Jahren vor. Der österreichische Stahlkonzern trotzte einem schwierigen Marktumfeld und lieferte eine Ergebnissteigerung, die selbst optimistische Erwartungen übertrifft.
Gewinn springt um 138 Prozent
Der Umsatz sank leicht auf 15,1 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis nach Steuern schoss von 179 Mio. auf 424 Mio. Euro — ein Plus von fast 138 Prozent. Das EBIT legte um 59 Prozent auf 724 Mio. Euro zu, das EBITDA kletterte um 10,3 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro.
Treiber waren Großaufträge in stabilen Nischen. Airbus vergab einen Rekordauftrag im Luftfahrtbereich mit einem Volumen von rund 1 Mrd. Euro über fünf Jahre. Die Deutsche Bahn und die Schweizerischen Bundesbahnen steuerten gemeinsam rund 500 Mio. Euro bei. Diese Aufträge federten Belastungen in anderen Industriebereichen ab.
Bilanz auf bestem Stand seit 2005
Besonders auffällig: die Bilanzqualität. Die Nettofinanzverschuldung sank um 23,4 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. Das Gearing liegt bei 16,2 Prozent — der niedrigste Wert seit dem Geschäftsjahr 2005/06. Der Free Cashflow erreichte 537 Mio. Euro.
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie vor, nach 0,60 Euro im Vorjahr.
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Grüner Stahl und vorsichtiger Ausblick
Voestalpine treibt den Umbau zur grünen Stahlproduktion voran. Im Projekt „greentec steel“ hat der Konzern bereits 60 Prozent des geplanten Investitionsvolumens von 1,5 Mrd. Euro verbaut. Die neuen Elektrolichtbogenöfen in Linz und Donawitz sollen im ersten Halbjahr 2027 anlaufen.
US-Zölle von 50 Prozent auf Stahlimporte belasteten das Ergebnis mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag. Für 2026/27 prognostiziert der Konzern ein EBITDA zwischen 1,60 Mrd. und 1,85 Mrd. Euro. Analysten weisen darauf hin, dass darin ein Sondereffekt von rund 100 Mio. Euro aus dem Verkauf von Böhler Profil steckt.
Die Aktie reagierte mit einem Tagesplus von gut zwei Prozent auf 46,84 Euro. Damit hat sich der Kurs innerhalb von zwölf Monaten mehr als verdoppelt — von einem Tief bei 22,20 Euro im Juni 2025 auf den aktuellen Stand. Der nächste Test wartet beim 52-Wochen-Hoch von 49,10 Euro.
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