Während viele Industriekonzerne unter dem schwachen Automarkt ächzen, überrascht voestalpine mit deutlich steigenden Gewinnen – trotz rückläufiger Umsätze. Hinter dem neuen Mehrjahreshoch der Aktie stehen verbesserte Margen und ein historisches Klimaschutzprojekt, das 2027 in Betrieb geht.
Margen steigen, Umsatz schrumpft
Der Linzer Stahlkonzern legte Anfang Februar Zahlen vor, die auf den ersten Blick widersprüchlich wirken: Der Umsatz sank in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 um 5,1% auf 11,1 Mrd. Euro. Ursache sind umfangreiche Reorganisationsmaßnahmen im Konzern.
Gleichzeitig verbesserte sich die Ertragskraft spürbar. Das operative Ergebnis (EBIT) kletterte um 20,9% auf 473 Mio. Euro, das Ergebnis vor Steuern sogar um 46,5% auf 372 Mio. Euro. Der Gewinn nach Steuern legte um 25,1% auf 259 Mio. Euro zu.
Besonders bemerkenswert: Der operative Cashflow schoss um 53,3% auf 1,1 Mrd. Euro nach oben. Der freie Cashflow drehte mit 345 Mio. Euro deutlich ins Positive.
Bilanz wird trotz Milliardeninvestition solider
Trotz hoher Ausgaben für das greentec-steel-Programm konnte voestalpine die Nettoverschuldung um 27,4% auf 1,4 Mrd. Euro senken. Die Verschuldungsquote (Gearing Ratio) verbesserte sich von 26,2% auf 18,7%. Das Eigenkapital stieg auf 7,6 Mrd. Euro.
Die neue Dividendenpolitik sieht ab dem laufenden Geschäftsjahr eine Ausschüttung von 30% des Gewinns je Aktie vor – bei einer Mindestdividende von 0,40 Euro, sofern die Verschuldungsquote unter 2,0 liegt.
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Bahn und Luftfahrt kompensieren schwache Autoindustrie
Die Geschäftsentwicklung verläuft uneinheitlich. Während Railway Systems und der Luftfahrtbereich weiterhin stark nachgefragt werden, leidet Automotive Components unter der verhaltenen Marktdynamik in Europa. Die Bau-, Maschinenbau- und Konsumgüterindustrie verharrt auf niedrigem Niveau, der Energiesektor bleibt stabil positiv.
Die Mitarbeiterzahl sank zum 31. Dezember 2025 im Jahresvergleich um 3,8% auf 48.700 Vollzeitäquivalente.
Österreichs größtes Klimaschutzprojekt nimmt Form an
Das greentec-steel-Programm läuft im Zeit- und Kostenplan. An den Standorten Linz und Donawitz entstehen jeweils Elektrolichtbogenöfen, die mit Grünstrom betrieben werden. Ab 2027 sollen sie jährlich rund 2,5 Mio. Tonnen CO₂-reduzierten Stahl produzieren und die CO₂-Emissionen um 50% senken.
Das Investitionsvolumen beträgt rund 1,5 Mrd. Euro. Nach Fertigstellung wird das Projekt die jährlichen CO₂-Emissionen Österreichs um fast 5% reduzieren – das größte Klimaschutzprogramm des Landes.
Der Vorstand bestätigte die Jahresprognose: Für das Geschäftsjahr 2025/26 wird ein EBITDA zwischen 1,4 und 1,55 Mrd. Euro erwartet. Die Jahresergebnisse präsentiert der Konzern am 3. Juni 2026.
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