Voestalpine meldet den größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte im Bereich Lagertechnik, doch an der Börse herrscht Katerstimmung. Statt Kursgewinnen verbuchte die Aktie am Freitag deutliche Verluste. Anleger strafen den Titel ab, obwohl das operative Geschäft Erfolge liefert – was steckt hinter dieser Divergenz?
Marktumfeld drückt Stimmung
Die Diskrepanz zwischen Unternehmensnachrichten und Kursentwicklung war zum Wochenausklang offensichtlich. Während die Voestalpine-Tochter Metal Forming einen 41 Millionen Euro schweren Auftrag für ein Logistikzentrum in Istanbul verkündete, fiel der Aktienkurs um über zwei Prozent auf 38,76 Euro. Das Projekt, das bis April 2027 realisiert werden soll, unterstreicht zwar die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns, konnte aber gegen die vorherrschende Marktstimmung nichts ausrichten.
Verantwortlich für den Kursrutsch waren vor allem übergeordnete makroökonomische Faktoren. Rezessionsängste und ein schwieriges Umfeld für zyklische Werte belasteten den gesamten Sektor. Auch andere österreichische Industriewerte wie Wienerberger gerieten unter Druck. Das erhöhte Handelsvolumen bei Voestalpine deutet zudem darauf hin, dass Anleger die jüngste Erholung für aktive Gewinnmitnahmen nutzten.
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Wichtige Chartmarken im Fokus
Mit dem Rückfall unter die Marke von 39 Euro hat sich das kurzfristige technische Bild eingetrübt. Der Blick richtet sich nun auf die Unterstützungszone bei 38,50 Euro. Marktbeobachter werten dieses Level als kritisch: Ein nachhaltiger Durchbruch nach unten könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen und den Kurs in Richtung 37,50 Euro drücken.
Trotz der momentanen Schwäche bleiben Analysten überwiegend zuversichtlich. Institute wie die Deutsche Bank und J.P. Morgan sehen die faire Bewertung der Aktie deutlich höher und nennen Kursziele zwischen 43,40 Euro und 44,00 Euro. Lediglich BNP Paribas Exane zeigte sich im Januar mit einer neutralen Einstufung und einem Ziel von 38,50 Euro vorsichtiger.
Die kommenden Handelstage werden zeigen, ob die Unterstützung bei 38,50 Euro hält und als Basis für eine Stabilisierung dient. Fundamentale Impulse liefert der nächste wichtige Termin im Unternehmenskalender: Am 11. Februar 2026 präsentiert Voestalpine die Zahlen zum dritten Quartal, die Aufschluss über die tatsächliche Ertragskraft im aktuellen Umfeld geben werden.
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