Voestalpine Aktie: Nettogewinn springt um 137,6 Prozent
Voestalpine steigert Nettogewinn um 137 Prozent und senkt Schulden auf historisches Tief. Dividende steigt auf 0,75 Euro je Aktie.

Kurz zusammengefasst
- Nettogewinn mehr als verdoppelt
- Schuldenstand auf historischem Tief
- Dividende steigt um 25 Prozent
- Milliardenaufträge aus Luftfahrt und Bahn
Voestalpine hat ein starkes Geschäftsjahr hinter sich. Trotz leicht sinkender Erlöse hat der österreichische Stahl- und Technologiekonzern seine Ertragskraft deutlich verbessert — und die Bilanz auf den niedrigsten Verschuldungsstand seit zwei Jahrzehnten gedrückt.
Gewinn mehr als verdoppelt
Der Umsatz fiel im Geschäftsjahr 2025/26 leicht auf 15,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg jedoch um 59 % auf 724 Millionen Euro. Noch stärker legte der Nettogewinn zu: plus 137,6 % auf 424 Millionen Euro.
Hinter dem Sprung steckt eine konsequente Reorganisation renditeschwacher Bereiche. Ein hoher Free Cashflow von 537 Millionen Euro erlaubte es dem Konzern, die Nettofinanzverschuldung um 23,4 % auf rund 1,3 Milliarden Euro zu drücken. Die Gearing-Ratio liegt nun bei 16,2 % — ein historischer Tiefstand.
Dividende steigt, neue Ausschüttungsregel greift
Der Vorstand schlägt eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie vor. Das ist ein Anstieg um 25 % gegenüber dem Vorjahr. Erstmals kommt dabei die neue regelgebundene Ausschüttungspolitik zur Anwendung: 30 % des Gewinns je Aktie fließen an die Aktionäre, solange die Nettoverschuldung unter dem Zweifachen des EBITDA bleibt. Die Hauptversammlung soll im Juli darüber beschließen.
Luftfahrt und Bahn als Wachstumsanker
Klassische Industriesegmente wie der Maschinenbau blieben stabil, aber auf niedrigem Niveau. Wachstum lieferten Aerospace und Railway Systems. Im Luftfahrtbereich sicherte sich Voestalpine Aufträge von rund einer Milliarde Euro für die nächsten fünf Jahre — unter anderem als Airbus-Zulieferer. Im Bahngeschäft kamen Großaufträge der Deutschen Bahn und der Schweizerischen Bundesbahnen im Umfang von rund 500 Millionen Euro hinzu.
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Das Dekarbonisierungsprojekt „greentec steel“ läuft planmäßig. Von den veranschlagten 1,5 Milliarden Euro Investitionsvolumen sind bereits 60 % umgesetzt. Zwei Hochöfen sollen durch Elektrolichtbogenöfen ersetzt werden. Der Produktionsstart ist für das erste Halbjahr 2027 geplant. Bis 2029 will der Konzern die CO₂-Emissionen um bis zu 30 % senken.
Ausblick vorsichtig positiv
Für 2026/27 erwartet das Management ein EBITDA zwischen 1,60 und 1,85 Milliarden Euro. Hoher Auftragsbestand und verbesserte Kostenstruktur stützen diese Prognose — trotz geopolitischer Unsicherheiten.
An der Börse kommt das gut an. Die Aktie notiert bei 45,50 Euro und liegt seit Jahresbeginn rund 18 % im Plus. Mit einem Abstand von gut 17 % zum 200-Tage-Durchschnitt bestätigt der Kurs den langfristigen Aufwärtstrend.
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