Voestalpine Aktie: Schlanker ins neue Jahr

Der Stahlkonzern Voestalpine hat seine Portfoliobereinigung beendet und startet verschlankt ins neue Jahr. Die Bilanz zeigt eine solide operative Basis, während US-Zölle das Geschäft belasten.

Andreas Sommer ·
Voestalpine Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Abschluss der jahrelangen Restrukturierungsmaßnahmen
  • Solide operative Ergebnisse und sinkende Verschuldung
  • Vorteile durch europäischen CO₂-Grenzausgleichsmechanismus
  • US-Strafzölle belasten das Geschäft mit Rohren

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine hat zum Geschäftsjahresende einen Schlussstrich unter seine jahrelange Restrukturierung gezogen. Mit dem Verkauf von Randbereichen und Werksschließungen startet das Unternehmen nun deutlich verschlankt in die nächste Phase. Der Fokus rückt damit auf die Profitabilität des Kerngeschäfts im Spannungsfeld zwischen europäischen Schutzmaßnahmen und US-Zöllen.

Die Portfoliobereinigung der High Performance Metals Division ist weitgehend beendet. Ende März stellte die Voestalpine Camtec GmbH in Linz ihren Betrieb ein. Hohe Kosten und massiver Preisdruck aus Asien machten die Fertigung von Gleitelementen trotz regionaler Marktführerschaft unwirtschaftlich. Zeitgleich steht der Verkauf der Tochtergesellschaft BÖHLER Profil für rund 157 Millionen Euro an den US-Konzern Kadant vor dem formalen Abschluss.

Solide Basis trifft auf Kursrückgang

Trotz dieser operativen Fortschritte gab die Aktie in den vergangenen 30 Tagen um gut 12 Prozent nach und notiert aktuell bei rund 39 Euro. Fundamental steht das Unternehmen allerdings auf einem stabilen Fundament. In den ersten drei Quartalen des abgelaufenen Geschäftsjahres kletterte das operative Ergebnis (EBITDA) um 7,2 Prozent auf eine Milliarde Euro. Gleichzeitig senkte das Management die Nettoverschuldung um über 27 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Die Erlöse aus den jüngsten Verkäufen fließen nun direkt in die technologische Transformation, etwa in die neuen Elektrolichtbogenöfen in Linz und Donawitz.

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Rückenwind in Europa, Gegenwind in den USA

Auf der regulatorischen Seite profitiert der Konzern zunehmend von der europäischen Gesetzgebung. Der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) verteuert seit Jahresbeginn Importe aus China und der Türkei um 40 bis 70 Euro je Tonne. Dieser strukturelle Vorteil für heimische Produzenten wird sich ab Juli 2026 durch halbierte Importquoten weiter verstärken.

Auf der anderen Seite des Atlantiks bremsen jedoch US-Strafzölle das Geschäft. Diese Abgaben belasten Voestalpine mit bis zu 70 Millionen Euro jährlich und drückten zuletzt spürbar auf die Ergebnisse im Rohrgeschäft.

Wie stark diese US-Zölle die Margen des neu aufgestellten Konzerns im Gesamtjahr tatsächlich tangiert haben, zeigt sich am 3. Juni. An diesem Tag präsentiert Voestalpine die endgültigen Jahreszahlen. Die Aktionäre stimmen anschließend am 1. Juli auf der Hauptversammlung über die strategische Ausrichtung für das neue Geschäftsjahr ab.

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Voestalpine Aktie

38,90 EUR

– 0,88 EUR -2,21 %
KGV 30,37
Sektor Grundlegende Materialien
Div.-Rendite 1,59 %
Marktkapitalisierung 6,82 Mrd. EUR
ISIN: AT0000937503 WKN: 897200

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