Volatus Aerospace Aktie: FAA-Antrag für FlyingBasket eingereicht
Der FAA-Antrag betrifft Frachteinsätze und externe Lasten; GNSS-freie Flugtests und kanadische Regierungsaufträge ergänzen die Entwicklung.

Kurz zusammengefasst
- FAA-Ausnahme für FlyingBasket FB3 beantragt
- Frachtflüge und externe Lasten vorgesehen
- V-Cortex navigierte ohne Satellitenempfang
- Kanadische Regierung vergab Fünfjahresvertrag
Volatus Aerospace bereitet die Ausweitung seiner operativen Aktivitäten in den Vereinigten Staaten vor. Die Tochtergesellschaft Volatus Aerospace US Corp reichte bei der Federal Aviation Administration einen Ausnahmeantrag ein. Die US-Luftfahrtbehörde veröffentlichte die entsprechende Mitteilung am 16. September. Im Zentrum des Verfahrens steht die Genehmigung für den Betrieb des Fluggeräts FlyingBasket FB3.
Antrag bei der FAA für Frachteinsätze
Das unbemannte System soll für Frachttransporte sowie für Einsätze mit externen Lasten zugelassen werden. Zudem umfasst das Vorhaben Flüge zur Unterstützung der Telekommunikationsinfrastruktur. Mit dem formalen Schritt bereitet das Unternehmen ein breiter gefächertes Dienstleistungsangebot auf dem US-Markt vor.
Die behördliche Prüfung stellt einen wichtigen Zwischenschritt für die Expansion dar. Sollte die Genehmigung erteilt werden, erschließt sich Volatus Aerospace ein neues Einsatzfeld im Bereich industrieller Spezialtransporte. Dies würde die Präsenz außerhalb des kanadischen Heimatmarktes gezielt stärken.
Autonome Steuerung und Regierungsverträge
Parallel zu den regulatorischen Schritten treibt der Konzern seine eigene Technologie voran. Bei Flugtests des Steuerungssystems V-Cortex gelang die Navigation unter Bedingungen ohne Satellitenempfang. Das System und sein Autonomie-Betriebssystem steuerten das Fluggerät ohne GNSS und ohne externe Sensoren, gestützt rein auf bordeigene Instrumente.
Auf der kommerziellen Seite stützen mehrere Großaufträge das operative Geschäft. Vor rund zwei Wochen meldete das Unternehmen einen Fünfjahresvertrag mit der kanadischen Regierung über Aufklärungssysteme. Zeitgleich kam ein Fünfjahresvertrag zur Drohnenlieferung für die kanadische Armee hinzu, seither verzeichnet der Kurs ein Minus von 4,8 Prozent.
Bereits vor gut drei Wochen gelang die Aufnahme in den DDI-Marktplatz, seither steht ein Kursplus von 15,3 Prozent zu Buche. Die abgeschlossene Bought-Deal-Platzierung liegt vor über einem Monat, mit einem zwischenzeitlichen Rückgang von 11,7 Prozent.
Konsolidierung im Drohnensektor
Im weiteren Branchenumfeld zeichnen sich unterdessen neue Übernahmen ab. Rocket One kündigte eine Vereinbarung über die vollständige Übernahme von Tracer Drone Technologies an. Gleichzeitig zeigte sich das Gesamtumfeld für Drohnenwerte laut Medienberichten ohne einheitliche Richtung, da ein übergeordneter Branchenimpuls ausblieb.
Im Freitagshandel gab auch die Aktie von Volatus Aerospace leicht nach. Das Papier ging mit 0,3655 Euro aus dem Handel, was einem Tagesrückgang von 3,7 Prozent entsprach.
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