Volkswagen Aktie: 35.000 Stellen bis 2030 umstritten
VW ringt mit Kosten, Standortpolitik und möglicher China-Kooperation. Betriebsrat stellt sich gegen Werksschließungen.

Kurz zusammengefasst
- Aktienkurs nahe 52-Wochen-Tief
- Xpeng prüft VW-Produktionsstätten
- IG Metall lehnt Werksschließungen ab
- Umsatz- und Ergebnisrückgang im Q1
Der Volkswagen-Konzern steht vor einem strategischen Dilemma. Restrukturierung und Standortpolitik kollidieren – und der Aktienkurs dümpelt nahe dem 52-Wochen-Tief. Montag notierten die Vorzüge bei 87,52 Euro, nahezu unverändert zum Freitag. Auf Sicht der vergangenen sieben Tage beträgt das Minus 0,61 Prozent.
Xpeng als Ausweg?
Im Raum steht eine mögliche Zusammenarbeit mit dem chinesischen E-Auto-Hersteller Xpeng. Dessen Geschäftsführer Elvis Cheng bestätigte Kontakte: Xpeng prüft die Nutzung von Produktionsstandorten in Europa – sei es durch Übernahme bestehender Kapazitäten oder durch Neubauten. Die Bewertung der VW-Werke fällt aus chinesischer Sicht kritisch aus. Sie seien teilweise veraltet, hieß es.
Das passt in den Restrukturierungsprozess. Volkswagen hat bereits Kapazitäten abgebaut, die Gläserne Manufaktur in Dresden ist geschlossen. In Wolfsburg, Emden und Zwickau läuft die Produktion auf weniger Linien. Doch die Kostenstruktur bleibt ein Druckpunkt. Im ersten Quartal 2026 fiel der Umsatz um 2,45 Prozent auf 75,66 Milliarden Euro, das Ergebnis je Aktie sackte von 3,69 auf 2,61 Euro.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Volkswagen?
Betriebsrat zieht rote Linien
Widerstand formiert sich im eigenen Haus. Die IG Metall pocht auf die 2024 vereinbarten Tarifkompromisse, die einen Stellenabbau von 35.000 Stellen bis 2030 vorsehen. Werksschließungen schließen die Arbeitnehmervertreter strikt aus. Diskutiert werden Alternativen: Kooperationen mit chinesischen Partnern oder eine teilweise Umstellung auf Fertigung für die Verteidigungsindustrie.
Markenchef Thomas Schäfer drängt unterdessen auf weitere Fortschritte beim Abbau von Überkapazitäten. Ein schmaler Grat. Die Aktie notiert mit einem Abschlag von gut 19 Prozent auf ihr 52-Wochen-Hoch bei 108,30 Euro. Der RSI liegt bei 87,0 – ein technisches Warnsignal.
Die nächsten Quartalszahlen stehen im Juli an. Sie werden zeigen, ob die operative Trendwende greift, während der Konflikt zwischen Kosten- und Standortlogik ungelöst bleibt.
Volkswagen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Volkswagen-Analyse vom 18. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Volkswagen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Volkswagen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Volkswagen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...