Volkswagen muss gerade zwei Baustellen gleichzeitig managen: den harten globalen Wettbewerb – und eine beschleunigte Elektro-Offensive ausgerechnet im Schlüsselmarkt China. Genau dort entscheidet sich, ob die Strategie „In China, für China“ wirklich zündet. Doch wie schnell kann der Konzern das Tempo erhöhen, wenn die E-Auto-Verkäufe zuletzt rückläufig waren?
Absatz 2025: Konkurrenzdruck bleibt hoch
Die Messlatte hängt für Volkswagen hoch. Neue globale Absatzzahlen für das Geschäftsjahr 2025 zeigen, wie eng es an der Spitze zugeht – und wer aktuell das Feld anführt.
- Toyota festigte 2025 die Position als weltgrößter Autobauer mit 11,3 Millionen verkauften Fahrzeugen
- Volkswagen kam im Konzern auf rund 9 Millionen Verkäufe
- Der Abstand unterstreicht: Marktanteile in den großen Regionen sind kein „Nice-to-have“, sondern strategisch entscheidend
Passend dazu bewegt sich die Aktie zuletzt eher seitwärts bis leicht schwächer. Der Schlusskurs von gestern (Donnerstag) lag bei 103,45 Euro, in den vergangenen 7 Tagen ging es um 1,48% nach unten.
„In China, für China“: Umsetzung wird zur Nagelprobe
Im Mittelpunkt steht nun die operative Umsetzung der China-Strategie. Volkswagen will Entwicklungskapazitäten vor Ort ausbauen, um schneller auf lokale Bedürfnisse reagieren zu können. Ein zentraler Baustein ist eine neue, in China entwickelte Elektronik-Architektur (CEA), die in künftigen Modellen eingesetzt werden soll.
Das ist auch deshalb relevant, weil die E-Auto-Verkäufe in China 2025 rückläufig waren. Für 2026 plant Volkswagen dort eine breite Produktoffensive mit über 20 neuen Energiemodellen. Daran dürfte sich messen lassen, ob der Konzern in einem extrem kompetitiven Markt wieder stärker Tritt fasst.
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Umbau in Europa trifft auf schwächere Konjunktur
Parallel laufen strukturelle Anpassungen an deutschen und europäischen Standorten weiter. Ein konkretes Beispiel: Die Gläserne Manufaktur in Dresden wird seit dem im Dezember 2025 beschlossenen Schritt von der Fahrzeugproduktion zu einem Innovationscampus umgebaut.
Zusätzlicher Gegenwind kommt aus dem konjunkturellen Umfeld. Die Bundesregierung senkte die Wachstumsprognose für 2026 auf 1,0% – unter anderem wegen einer schwächer als erwarteten Erholung im zweiten Halbjahr 2025.
Im Kalender ist zudem ein Fixpunkt entscheidend: Im März werden die Jahresergebnisse 2025 erwartet – zusammen mit dem Fünfjahres-Investitionsplan. Genau diese Kombination dürfte zeigen, wie ernst Volkswagen die China-Beschleunigung finanziell und operativ hinterlegt.
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