Volkswagen Aktie: Investorenfrühstück angekündigt

Neue Gebote für die Tochter Everllence übertreffen frühere Schätzungen deutlich. Der potenzielle Erlös könnte die Finanzierung von Zukunftsinvestitionen des Konzerns stärken.

Redaktion Stock-World ·
Volkswagen Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Neue Gebote für Everllence bei 8 Milliarden Euro
  • Finanzinvestoren Blackstone und Brookfield im Rennen
  • Erlös für Investitionen in E-Mobilität vorgesehen
  • Aktie notiert technisch angeschlagen vor Quartalszahlen

Volkswagen könnte beim geplanten Verkauf der Tochter Everllence deutlich mehr herausholen als bislang gedacht. Neue Gebote sollen die Bewertung auf mindestens 8 Milliarden Euro treiben. Wird daraus ein finanzieller Hebel für die nächsten Schritte beim Umbau des Konzerns?

Neue Gebote: Mindestens 8 Milliarden Euro im Raum

Wie Bloomberg am Freitag unter Berufung auf informierte Personen berichtete, sind Blackstone und Brookfield in der nächsten Bieterrunde für einen Mehrheitsanteil an Everllence dabei – dem früheren MAN Energy Solutions. Demnach sollen die Finanzinvestoren neue Angebote von mindestens 8 Milliarden Euro abgegeben haben.

Das liegt spürbar über früheren Schätzungen, die den Wert der Sparte bei über 6 Milliarden Euro gesehen hatten. Neben Blackstone und Brookfield sollen auch Advent, Bain, EQT und CVC weiterhin im Prozess sein. Volkswagen wollte sich zu den Informationen nicht äußern. Ein Verkaufsversuch liegt zudem nicht zum ersten Mal auf dem Tisch: Der Konzern hatte bereits vor mehreren Jahren versucht, die Sparte zu veräußern.

Warum der Schritt strategisch passt

Der mögliche Verkauf reiht sich in einen Trend ein, der viele Autokonzerne beschäftigt: Der Wandel hin zu Elektromobilität und softwaredefinierten Fahrzeugen bindet Kapital. Portfolio-Bereinigung und Fokus auf Kernbereiche werden damit zur Finanzierungsfrage.

Sollte sich ein Erlös in der kolportierten Größenordnung materialisieren, hätte Volkswagen zusätzliche Mittel, um Zukunftsfelder wie Batterietechnologie, autonomes Fahren und die Digitalisierung der Fahrzeugflotte zu finanzieren. Das dürfte auch deshalb Aufmerksamkeit bekommen, weil es nicht um Kostensparen im Kleinen geht, sondern um eine potenziell große Kasse für Investitionen.

Kursbild: Leichte Schwäche, RSI auffällig

An der Börse zeigt sich zuletzt eher Zurückhaltung: Am Freitag schloss die Volkswagen-Aktie bei 100,85 Euro (-0,30%). Auf 30 Tage steht ein Minus von 2,13%, seit Jahresbeginn liegt der Titel 4,95% im Rückstand. Interessant aus technischer Sicht: Mit einem RSI (14 Tage) von 27,8 wirkt die Aktie kurzfristig stark angeschlagen, während sie gleichzeitig noch rund 3,5% über dem 200-Tage-Durchschnitt notiert.

Der nächste konkrete Termin steht bereits fest: Die Bilanzzahlen für das vierte Quartal 2025 will Volkswagen voraussichtlich am 10. März 2026 vorlegen – ein Datum, an dem der Markt neben dem Everllence-Prozess auch neue Einordnung zur finanziellen Ausgangslage und Prioritätensetzung erwarten dürfte.

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Volkswagen Aktie

68,82 EUR

– 1,36 EUR -1,94 %
KGV 6,64
KUV 0,10
Sektor Zyklischer Konsum
Div.-Rendite 7,57 %
Marktkapitalisierung 34,50 Mrd. EUR
Ø Kursziel 101,66 EUR
ISIN: DE0007664039 WKN: 766403

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