Volkswagen Aktie: Komplexe Herausforderungen voraus
Volkswagens China-Chef erwartet einen schrumpfenden Automarkt und senkt die Absatzprognose. Gleichzeitig brechen die Auslieferungen rein elektrischer Fahrzeuge in den USA und China massiv ein.

Kurz zusammengefasst
- China-Chef erwartet schrumpfenden Automarkt
- Elektro-Auslieferungen in USA und China brechen ein
- Produktion des ID.4 in den USA gestoppt
- Analysten sehen Aktie zwischen 100 und 130 Euro
Ralf Brandstätter spricht Klartext. Volkswagens China-Chef erwartet für 2026 erstmals seit 2018 einen schrumpfenden Automarkt in der Volksrepublik — und senkte die Absatzprognose für 2030 von 28 auf 26 Millionen Fahrzeuge. Die Ära der „Super-Renditen“ in China, so Brandstätter, ist vorerb vorbei.
Schwache BEV-Zahlen, starke Hybride
Die Q1-Daten zeigen das Dilemma in Zahlen. Weltweit lieferte VW rund 200.000 rein elektrische Fahrzeuge aus — 8 Prozent weniger als im Vorjahr. In den USA brachen die BEV-Auslieferungen um 80 Prozent ein, in China um 64 Prozent. Auslaufende Förderprogramme und ein härterer Wettbewerb treiben diese Rückgänge.
Das Gegenbild: Plug-in-Hybride legten um 31 Prozent auf 109.000 Einheiten zu. Bestelleingänge stiegen insgesamt um 3 Prozent, bei rein elektrischen Modellen um 4 Prozent. In Westeuropa kletterte der BEV-Anteil leicht von 19 auf 20 Prozent.
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ID.4-Stopp und Analysten-Spanne
Parallel dazu stoppt VW die Produktion des ID.4 im US-Werk Chattanooga. Das zieht eine Wertberichtigung nach sich — Bernstein-Analyst Stephen Reitman stuft die Aktie dennoch auf „Market-Perform“ mit Kursziel 100 Euro. Jefferies-Analyst Philippe Houchois bleibt deutlich optimistischer: „Buy“ mit Kursziel 130 Euro. Er verweist auf Fortschritte beim Cash Conversion Cycle, die gebundenes Kapital freisetzen sollen. Barclays sieht den Titel mit „Overweight“ und 125 Euro Kursziel, gestützt auf Kostensenkungen und einen positiven Preis-Mix.
Die Aktie notiert bei 90,52 Euro — seit Jahresbeginn ein Minus von knapp 15 Prozent. Das technische Bild ist angespannt: Ein „Death Cross“, bei dem die 50-Tage-Linie die 200-Tage-Linie nach unten kreuzte, gilt als Verkaufssignal. Unterstützung findet der Kurs derzeit zwischen 88 und 90 Euro.
Am 30. April legt VW die vollständigen Q1-Ergebnisse vor. Dann wird sich zeigen, ob die Kosteneinsparungen die China-Schwäche und den ID.4-Abschreibungsdruck zumindest teilweise ausgleichen können.
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