Volkswagen Aktie: Rote Linie bleibt
IG Metall und Betriebsrat lehnen Werkschließungen bei VW kategorisch ab. Die Aktie reagiert dennoch mit leichten Verlusten, während der Druck auf das Werk Osnabrück wächst.

Kurz zusammengefasst
- Gewerkschaft stellt sich gegen Werkschließungen
- VW-Aktie gibt trotz klarer Ansage nach
- Osnabrücker Werk bleibt zentraler Konfliktherd
- Offenheit für Kooperationen signalisiert
IG Metall und VW-Betriebsrat haben heute unmissverständlich klargestellt: Werkschließungen wird es nicht geben. Die gemeinsame Erklärung von IG-Metall-Chefin Christiane Benner, Gesamtbetriebsratschefin Daniela Cavallo und Bezirksleiter Thorsten Gröger klingt entschlossen — doch die Aktie reagierte mit einem leichten Minus von rund 0,6 Prozent auf 88,34 Euro.
Osnabrück bleibt das eigentliche Problem
Die Beruhigungssignale aus Hannover und Wolfsburg haben einen konkreten Anlass: Rund um das VW-Werk in Osnabrück brodelt es. Dort arbeiten etwa 2.300 Menschen, und die Auftragslage ist dünn. Die Produktion der Porsche-Modelle ist bereits Ende 2025 ausgelaufen, die Fertigung des T-Roc Cabrios endet Mitte 2027 — einen Nachfolgeauftrag gibt es bis heute nicht.
Immer lauter werden Szenarien diskutiert, bei denen Rüstungsunternehmen das Werk übernehmen könnten. VW-Markenchef Thomas Schäfer bezeichnete Werkschließungen zuletzt als „zweitbeste Option“ — eine Formulierung, die Spielraum für Interpretationen lässt und die Arbeitnehmerseite offensichtlich auf den Plan gerufen hat.
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Offenheit für neue Partner — aber mit Bedingungen
Bemerkenswert ist die Botschaft zwischen den Zeilen: Betriebsrat und Gewerkschaft signalisieren ausdrücklich Gesprächsbereitschaft für externe Kooperationen und neue Geschäftsfelder. „Keine ideologischen Scheuklappen“ lautet die Formulierung — ein klares Signal, dass man etwa Partnerschaften mit chinesischen Herstellern oder Rüstungskonzernen nicht grundsätzlich ablehnt.
Die Bedingung: Solche Lösungen dürfen die 2024 vereinbarten Zusagen nicht ersetzen, sondern allenfalls ergänzen. Der Kern des damaligen Deals — Abbau von 35.000 Stellen bis 2030, aber keine betriebsbedingten Kündigungen und keine Werkschließungen — steht für die Arbeitnehmerseite nicht zur Disposition.
CEO Oliver Blume hatte nach einem erneuten Gewinnrückgang zu Jahresbeginn weiteren Spardruck angekündigt und unter anderem eine Werkskooperation mit chinesischen Partnern ins Spiel gebracht, ohne konkrete Gespräche zu bestätigen. Das Kräftemessen zwischen Management und Arbeitnehmervertretung geht damit in die nächste Runde — und Osnabrück bleibt das Nadelöhr, an dem sich entscheidet, wie ernst es VW mit seinen Kapazitätsproblemen wirklich nimmt.
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