Volkswagen Aktie: Zögerlicher Aufstieg?

Volkswagen meldet 2025 einen drastischen Gewinneinbruch, während der Konzern in China die Marktführerschaft zurückerobert. Der umfassende Sanierungskurs umfasst Stellenabbau und sinkende Dividende.

Kurz zusammengefasst:
  • Operativer Gewinn bricht um mehr als die Hälfte ein
  • Porsche-Tochter verzeichnet Gewinneinbruch von 98 Prozent
  • VW überholt BYD und wird in China wieder Marktführer
  • Stellenabbau wird auf 50.000 Jobs ausgeweitet

Gewinnhalbierung und gleichzeitig Marktführer in China — Volkswagen präsentiert sich 2025 in einem tiefen Widerspruch. Die Zahlen sind die schwächsten seit dem Dieselskandal, doch aus dem weltgrößten Automarkt kommt ein Signal, das die Wolfsburger dringend brauchen.

Das schwächste Ergebnis seit Dieselgate

Der operative Gewinn brach 2025 um 53 % auf 8,9 Milliarden Euro ein — und verfehlte damit selbst die bereits gedämpften Analystenerwartungen von 9,4 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieben 6,9 Milliarden Euro Nettogewinn, ein Minus von 44 % gegenüber dem Vorjahr.

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Den größten Beitrag zu diesem Einbruch lieferte ausgerechnet die bisherige Ertragsperle: Porsche. Die Tochter kollabierte beim operativen Gewinn um 98 % auf lediglich 90 Millionen Euro, die Marge fiel von 14,5 % auf 0,3 %. US-Zölle, Währungseffekte und die strategische Neuausrichtung bei Porsche nannte der Konzern als Hauptursachen.

Als Reaktion hat CEO Oliver Blume den Stellenabbau auf 50.000 Jobs bis 2030 ausgeweitet — mehr als ursprünglich mit den Gewerkschaften vereinbart. Audi, Porsche und die Softwareeinheit Cariad sind ebenfalls betroffen. Ziel sind jährliche Einsparungen von 15 Milliarden Euro.

Die Dividende sinkt entsprechend: Vorzugsaktionäre erhalten 5,26 Euro je Aktie, rund 17 % weniger als im Vorjahr.

China dreht das Bild

Mitten in der Ergebniskrise liefert China eine überraschende Wendung. In den ersten beiden Monaten 2026 überholte Volkswagen gemeinsam mit Toyota den lokalen Elektroauto-Riesen BYD und übernahm wieder die Marktführerschaft. Die chinesischen Gemeinschaftsunternehmen mit FAW und SAIC kommen auf einen kombinierten Pkw-Marktanteil von 13,9 %. Begünstigt wird das Comeback durch auslaufende Kaufsteuerbefreiungen für Elektroautos, die BYD stärker belasten als die etablierten Hersteller.

Zusätzlichen Rückenwind soll die Kooperation mit Xpeng bringen: Am 13. März startete die Serienproduktion des ID. UNYX 08, einem vollelektrischen Full-Size-SUV. Bis 2030 plant Volkswagen insgesamt 50 neue Elektromodelle in China — allein 2026 sollen mehr als 20 Batterie- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge folgen.

Ausblick: Mühsame Rückkehr zur Profitabilität

Für 2026 peilt der Konzern eine operative Marge zwischen 4,0 und 5,5 % an — ein bescheidenes Ziel, das die Dimension des Sanierungsbedarfs verdeutlicht. Langfristig strebt Blume bis 2030 eine Marge zwischen 8 % und 10 % an, getragen von strikter Kosten- und Investitionsdisziplin.

Die VW-Aktie notiert mit einem RSI von 27,8 im überverkauften Bereich und liegt rund 8 % unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Wie weit der Konzern beim Umbau vorankommt, zeigt sich erstmals am 30. April 2026, wenn die Q1-2026-Zahlen veröffentlicht werden.

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