Volkswagen Aktie: Zweites Xpeng-Modell startet
Der ID. UNYX 09 ergänzt Volkswagens China-Offensive; die Auslieferungen dort sanken im ersten Halbjahr 2026 um 26 Prozent.

Kurz zusammengefasst
- China-Auslieferungen fielen auf 971.000 Fahrzeuge
- Entwicklung rund 30 Prozent schneller abgeschlossen
- Vorverkaufspreis beträgt 199.900 Yuan
- Offizieller Verkaufsstart für Ende Oktober geplant
Volkswagen bringt in China ein neues Kapitel seiner Partnerschaft mit Xpeng auf die Straße. Der ID. UNYX 09, ein elektrischer Fastback-Sedan, ging heute in den Vorverkauf – das zweite gemeinsam mit dem chinesischen E-Auto-Hersteller entwickelte Modell nach dem SUV ID. UNYX 08. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Volkswagen kämpft in seinem größten Markt um verlorenen Boden.
China bleibt die Baustelle
Die Zahlen zeigen, warum der Konzern aufs Tempo drückt. Im ersten Halbjahr 2026 brachen die Auslieferungen in China um 26 Prozent auf 971.000 Fahrzeuge ein – der niedrigste Stand seit 16 Jahren.
Parallel dazu wuchs der Marktanteil chinesischer Hersteller in der gesamten EU von 6,2 auf 9,6 Prozent, angeführt von BYD mit einer Verdopplung auf 2,4 Prozent. Volkswagen selbst verkaufte im Juli und August in der EU jeweils rund 3 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr, belastet auch durch schwache Porsche-Zahlen.
Der ID. UNYX 09 ist Teil der „In China, for China“-Strategie, mit der Volkswagen die Entwicklungszyklen verkürzen will. Von der Entwicklung bis zur Produktion vergingen 24 Monate – rund 30 Prozent schneller als in früheren Modellreihen.
Das Fahrzeug nutzt Batterien von CATL und Xpengs VLA-Fahrassistenzsystem, gefertigt wird es im Werk Hefei bei Shanghai. Der Vorverkaufspreis liegt bei 199.900 Yuan, umgerechnet etwa 29.785 Dollar; der offizielle Marktstart ist für Ende Oktober geplant.
Elektro-Offensive trifft auf Subventionsfrage
Der Rückenwind für Elektroautos in Europa bleibt fragil. In der EU stieg der Anteil reiner Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen nach acht Monaten auf 21,7 Prozent, fast sechs Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum. Branchenbeobachter führen den Trend jedoch vor allem auf staatliche Förderprogramme zurück – liefen diese aus, drohe der Elektroabsatz spürbar einzubrechen.
Volkswagen plant für 2026 mehr als 20 neue batterieelektrische und Plug-in-Hybrid-Modelle in China, gestützt auf die 2023 erworbene Fünf-Prozent-Beteiligung an Xpeng. Ob das Tempo reicht, um gegen BYD, Geely und die wachsende Zahl chinesischer Wettbewerber zu bestehen, entscheidet sich in den kommenden Monaten – der offizielle Verkaufsstart des ID. UNYX 09 Ende Oktober liefert dafür einen ersten Testpunkt.
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