Vonovia Aktie: 5 Milliarden Euro Vermögensverkäufe geplant
Vonovia will auf der Hauptversammlung den Schuldenabbau vorantreiben. Trotz operativer Stärke leidet der Aktienkurs unter hohen Verbindlichkeiten.
Kurz zusammengefasst
- Schuldenabbau als Hauptthema der Versammlung
- Verkäufe von fünf Milliarden Euro geplant
- Operatives Ergebnis im Vermietungsgeschäft gestiegen
- Dividende von 1,25 Euro je Aktie vorgeschlagen
Starke Mieteinnahmen, aber ein schwacher Aktienkurs — bei Vonovia klaffen operatives Geschäft und Börsenbewertung auseinander. Wenn sich der Immobilienkonzern am 21. Mai zur Hauptversammlung in Bochum trifft, steht ein Thema über allem: der Schuldenabbau. Die Vorzeichen am Markt sind trüb. Aktuell notiert das Papier bei gut 22 Euro und damit nur knapp über dem 52-Wochen-Tief.
Der Fahrplan zur Entschuldung
Das Management muss Investoren überzeugen, dass die Bilanz wetterfest wird. Bis Ende 2028 peilt der Vorstand einen Verschuldungsgrad (LTV) von rund 40 Prozent an. Zuletzt lag dieser Wert noch bei gut 45 Prozent.
Um dieses Ziel zu erreichen, plant Vonovia massive Verkäufe. Vermögenswerte im Volumen von fünf Milliarden Euro sollen den Besitzer wechseln. Parallel dazu forciert der Konzern die Privatisierung von Wohnungen. Der Druck ist real, da in den kommenden beiden Jahren Anleihen in Milliardenhöhe fällig werden.
Operatives Geschäft und Dividende
Im Tagesgeschäft liefert das Unternehmen derweil verlässliche Zahlen. Das bereinigte operative Ergebnis im Vermietungsgeschäft stieg im ersten Quartal um mehr als sechs Prozent. Das organische Mietwachstum lag bei vier Prozent. Höhere Zinslasten drückten am Ende zwar auf den Nettogewinn, die Jahresziele bleiben aber bestehen.
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Aktionäre sollen auf dem Treffen eine Dividende von 1,25 Euro je Anteilsschein absegnen. Diese Ausschüttung erfolgt steuerfrei aus dem Einlagekonto. Auf der Agenda steht zudem eine Neuregelung für den Aufsichtsrat. Die Kontrolleure erhalten künftig ein reines Festgehalt, müssen davon aber ein Fünftel verpflichtend in Vonovia-Aktien investieren. Personell rückt Dr. Anne-Marie Großmann-Minkwitz für den scheidenden Matthias Hünlein in das Gremium auf.
Analysten bleiben abwartend
Die Experten bewerten die Lage uneinheitlich. JPMorgan rät mit einem Kursziel von 34,50 Euro zum Kauf und lobt den strategischen Fokus auf die sinkende Schuldenlast. Die Deutsche Bank hält sich mit einer neutralen Einstufung und einem Ziel von 25 Euro deutlich stärker zurück.
Am Aktienmarkt überwiegt aktuell die Skepsis. Seit Jahresbeginn hat der DAX-Titel rund acht Prozent an Wert verloren und handelt weit unter der 200-Tage-Linie. Die anstehende Hauptversammlung bietet dem Vorstand die Plattform, diese Zurückhaltung mit konkreten Vollzugsmeldungen bei den geplanten Immobilienverkäufen aufzubrechen.
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