Vonovia Aktie: Berenberg und UBS sehen 23 Euro

Beide Analysehäuser halten an ihrer Kaufempfehlung fest; höhere Zinsen und schwächere Verkäufe belasten Vonovias Ausblick.

Dieter Jaworski ·
Moderne Wohngebäude bei Sonnenuntergang als Symbol für den Immobilienmarkt. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Berenberg senkt Kursziel auf 23 Euro
  • UBS bestätigt Kaufvotum und fairen Wert
  • Analystenziele liegen zwischen 23 und 26 Euro
  • Höhere Zinsen belasten Finanzierung und Bewertungen

Vonovia senkt die Ziele bis 2028, und die Aktie fiel zeitweise auf ein Niveau, das zuletzt 2014 zu sehen war. Dennoch greifen mehrere Analysten die Schwäche als Einstiegschance auf. Bemerkenswert ist dabei, dass ihre Kursziele nun auffallend nah beieinander liegen.

Zinsen drücken die Prognose

Auslöser ist die erneute Anpassung der Prognose nach unten. Höhere Zinsen belasten die Refinanzierung und die Immobilienbewertungen, zudem lief das Verkaufsgeschäft schwächer als geplant. Im gestrigen Handel gab der DAX-Titel zwischenzeitlich um mehr als sechs Prozent nach, stabilisierte sich dann aber wieder. Die Aktie hat bereits seit mehreren Wochen an Boden verloren.

Der Ausblick für 2026 sinkt, hinzu kommen erste Hinweise zur Entwicklung 2027 und reduzierte Ziele für 2028. Auch die Frage nach der Dividende rückt in den Fokus. Zuletzt zahlte Vonovia 1,25 Euro je Aktie.

Analysten bleiben auf Kaufkurs

Berenberg kappt das Kursziel deutlich von 34,50 auf 23,00 Euro, bleibt aber bei der Kaufempfehlung. Analyst Kai Klose verweist auf die schwächere Ergebnisperspektive und das gestiegene Zinsniveau. Für die Aktie spreche das stabile Vermietungsgeschäft, das im ersten Halbjahr 87 Prozent zum operativen Ergebnis beitrug.

Die UBS bestätigt ihr „Buy“-Votum und sieht den fairen Wert ebenfalls bei 23,00 Euro. Analyst Charles Boissier führt die vorsichtigere Einschätzung des Konzerns auf höhere Zinsen und ein schwierigeres Finanzierungs- und Transaktionsumfeld zurück.

Die Kursziele der Analysten bewegen sich insgesamt zwischen 23 und 26 Euro. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von gut 44 bis knapp 63 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs von rund 47,80 Euro auf Lang & Schwarz. Diese Rechnung passt allerdings nicht zusammen: Das Potenzial bezieht sich offenbar auf einen deutlich niedrigeren Kurs. Für die Einordnung zählt daher vor allem die Spanne der Ziele.

Wohnungsbau bleibt schwach

Das Marktumfeld bietet kaum Rückenwind. Das Ifo-Institut erwartet für 2027 und 2028 jeweils nur etwa 195.000 fertiggestellte Wohnungen, deutlich weniger als zuvor angenommen. Als Gründe nennt es gestiegene Baukosten, auch infolge des Iran-Kriegs. Die Wohnungswirtschaft warnt, dass sich viele genehmigte Projekte zu bezahlbaren Mieten nicht finanzieren lassen.

Für Vonovia als Vermieter stützt das knappe Angebot zwar die Nachfrage. Teurere Finanzierung und ein zäher Transaktionsmarkt bremsen den Konzern jedoch weiter. Ob die Ziele von 23 Euro Bestand haben, hängt damit vor allem von der Zinsentwicklung und der Verkaufsdynamik in den kommenden Quartalen ab.

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Vonovia Aktie

15,99 EUR

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KGV 3,75
KUV 2,32
Sektor Liegenschaften
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Marktkapitalisierung 14,54 Mrd. EUR
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ISIN: DE000A1ML7J1 WKN: A1ML7J

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