Vonovia Aktie: Deutsche Bank hält an Buy fest
Trotz deutlicher Kursverluste und Nähe zum Jahrestief bestätigt die Deutsche Bank ihr Buy-Rating für Vonovia. Analysten sehen weiterhin Aufholpotenzial.

Kurz zusammengefasst
- Deutsche Bank bekräftigt Buy-Rating
- Aktie nahe am 52-Wochen-Tief
- Kurs liegt unter gleitenden Durchschnitten
- Analystenmeinung konträr zur Marktentwicklung
Die Aktie von Vonovia notiert am Dienstag bei 20,96 Euro und damit knapp im Minus. Der Wohnimmobilienkonzern hat auf Jahressicht kräftig an Wert verloren – seit Jahresbeginn steht ein Minus von 14,59 Prozent zu Buche. Vor diesem Hintergrund rückt eine Einstufung der Deutschen Bank wieder in den Fokus, die in der Marktberichterstattung an diesem Dienstag als brisant eingeordnet wird: das Institut hält an seinem ‚Buy‘-Votum für Vonovia fest.
Buy-Rating aus dem Juni bleibt auch nach Zahlen bestehen
Die Deutsche Bank hatte Vonovia bereits im Juni von einer neutralen Einstufung auf ‚Buy‘ hochgestuft. Anfang August, nach Vorlage der Halbjahreszahlen des Konzerns, bekräftigten die Analysten diese Einschätzung. Die Bank sieht demnach weiterhin Kurspotenzial – eine Position, die angesichts der schwachen Kursentwicklung der vergangenen Monate zunehmend erklärungsbedürftig wird und deshalb aktuell diskutiert wird.
Die Brisanz ergibt sich aus der Diskrepanz zwischen Analystenmeinung und Marktrealität. Während die Deutsche Bank an ihrer positiven Sicht festhält, hat sich der Kurs deutlich vom Jahreshoch entfernt: Zum 52-Wochen-Hoch von 29,24 Euro, erreicht Mitte August vergangenen Jahres, beträgt der Abstand mittlerweile 28,32 Prozent. Wer die Kaufempfehlung der Bank teilt, muss also davon ausgehen, dass der Markt das Unternehmen derzeit deutlich unter seinem fairen Wert einpreist.
Kurs nähert sich Jahrestief, Bewertung bleibt umkämpft
Ganz abwegig ist diese Sichtweise nicht, wenn man auf die andere Seite der Kursspanne blickt: Zum 52-Wochen-Tief von 19,53 Euro, markiert im Juni, beträgt der Puffer nur noch gut sieben Prozent. Die Aktie bewegt sich also näher am unteren Ende ihrer Jahresspanne als am oberen – ein Umfeld, in dem antizyklische Kaufempfehlungen naturgemäß häufiger auftauchen, aber auch stärker hinterfragt werden.
Der breitere Trend spricht bislang gegen eine schnelle Trendwende: Der Kurs notiert unter dem 50-, 100- und 200-Tage-Durchschnitt, was auf eine anhaltend schwache mittelfristige Verfassung hindeutet. Die Deutsche Bank wettet mit ihrem Rating darauf, dass sich diese Konstellation dreht, sobald sich das Zinsumfeld oder die operative Entwicklung des Konzerns stärker in den Kursen widerspiegelt.
Ob sich diese Einschätzung als richtig erweist, hängt maßgeblich davon ab, ob der aktuelle Rückgang tatsächlich eine Übertreibung darstellt oder ob strukturelle Belastungen den Wohnimmobiliensektor länger als erwartet begleiten. Anleger, die dem Rating folgen, kaufen damit gegen einen intakten Abwärtstrend – ein Umstand, den auch die Deutsche Bank selbst nicht ausblenden kann.
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